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Diese 8 Cybersecurity-Trends sollten Medizintechnikunternehmen kennen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Ob implantierbare Herzgeräte oder Herzmonitore für Babys – das letzte Jahr hat gezeigt, dass Hacker die Kontrolle über Medizingeräte übernehmen können. Um ihre Geräte zu schützen, müssen Medizintechinkfirmen also schnell handeln.
Ob implantierbare Herzgeräte oder Herzmonitore für Babys – das letzte Jahr hat gezeigt, dass Hacker die Kontrolle über Medizingeräte übernehmen können. Um ihre Geräte zu schützen, müssen Medizintechinkfirmen also schnell handeln. (Bild: gemeinfrei)

Wie können sich Unternehmen vor der wachsenden Zahl und der Komplexität an Cyberattacken schützen? Antworten gibt der TÜV Rheinland in seinen „Cybersecurity Trends 2018“.

  • Angreifer können Medizingeräte kontrollieren
  • Alarmierende Anzahl Angriffe auf Krankenhäuser und Gesundheitssysteme
  • Cyber-Angriffe richten finanzielle Schäden an und haben rechtliche Folgen

Im letzten Jahr hat die US-amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA bestätigt, dass die implantierbaren Herzgeräte von St. Jude Medical, einschließlich Herzschrittmacher und Defibrillatoren, anfällig gegen Cyber-Angriffe sind. Demnach können Angreifer die Kontrolle über die Geräte übernehmen, indem sie auf den Transmitter zugreifen, der die Gerätedaten ausliest und an die Ärzte sendet.

Ein anderes Beispiel ist ein Herzmonitor für Babys, bei dem ein unverschlüsseltes Wi-Fi-Netz zwischen dem Monitor und dem Sensor ein Einfallstor für eine Cyber-Attacke öffnet. Angreifer können die Kontrolle über das System übernehmen, ein fremdes Baby überwachen und alle Alarme unterbinden, die an die Eltern gesendet werden sollen.

Hacking-anfällige Medizingeräte gefährden Patientenleben

2017 hat sich die Zahl der Cyber-Angriffe auf Krankenhäuser und Gesundheitssysteme in einem alarmierenden Maß erhöht, Tendenz steigend. Somit wächst auch der Bedarf nach Cybersecurity.

Ob Malware, die die Integrität von Systemen und die Daten von Patienten gefährdet, oder DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service), die die Patientenversorgung lahmlegen: Cyber-Angriffe können schwerwiegendere Folgen als finanzielle Verluste oder Datenschutzverletzungen haben – unmittelbare Auswirkungen auf das Leben der Patienten. Patientensicherheit, finanzielle Verluste, Störungen der Gesundheitsversorgung, Imageschäden und rechtliche Folgen durch Cyber-Angriffe – das sind im Jahr 2018 die Hauptrisiken für die Gesundheitsbranche.

Basierend auf einer Umfrage unter führenden Experten für Cybersecurity hat TÜV Rheinland acht Cybersecurity-Trends identifiziert, die Sie auf den folgenden Seiten finden:

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