News Dienstleistungsrichtlinie zwingt die Behörden zur Digitalisierung

Redakteur: Gerald Viola

Das Beratungshaus Infora GmbH erwartet durch die EU-Dienstleistungsrichtlinie deutlich verstärkte Impulse zur Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung. Hintergrund ist das Erfordernis

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Das Beratungshaus Infora GmbH erwartet durch die EU-Dienstleistungsrichtlinie deutlich verstärkte Impulse zur Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung. Hintergrund ist das Erfordernis medienbruchfreier elektronischer Verfahren, in dem alle Elemente einer eGovernment-Infrastruktur vom Content-Management über das Formular-Management bis hin zu ePayment-Funktionen, digitalen Signaturen und virtueller Poststelle unverzichtbar sind. Darauf seien die Verwaltungen allerdings weder organisatorisch noch technisch vorbereitet, so das Unternehmen. Durch den von der Richtlinie geforderten einheitlichen Ansprechpartner entstünden zudem sehr hohe Anforderungen an die Überprüfbarkeit und Rechtssicherheit, die sich nur über eine elektronische Verfahrensakte mit allen wesentlichen Informationen zu dem Verfahrensprozess erfüllen ließen. Eine stärkere Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung entstehe als Konsequenz der EU-Dienstleistungsrichtlinie zudem dadurch, dass Dienstleister ihre Unterlagen, Anträge usw. grundsätzlich auch elektronisch einreichen können. Dies setze voraus, dass alle Unterlagen und Formulare auch elektronisch zur Verfügung stehen und elektronisch weiter verarbeitet werden könnten. Die Unternehmensberatung sieht daher einen breiten Handlungsbedarf bei den Behörden. Dort sei die Problematik aber noch gar nicht ausreichend angekommen.

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