eGovernment mit der Bundesdruckerei in Berlin

Die Weichen für innovative Behördenservices sind gestellt

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Dem Identitätsbetrug einen Riegel vorschieben

Für Behörden und viele privatwirtschaftliche Bereiche bringt die Möglichkeit einer sicheren gegenseitigen Authentisierung erhebliche Kosten- und Effizienzvorteile. Insbesondere der Online-Handel klagt zunehmend über unbezahlte Rechnungen und Kunden, die es gar nicht zu geben scheint. Grund ist das latente Risiko, Opfer von Identitätsbetrug zu werden. Werden Online-Bestellungen nur unter Angabe eines Namens, einer Lieferanschrift oder eMail-Adresse getätigt, hat der Händler oft keine Chance nachzuweisen, dass es tatsächlich der Namensträger war, der ihn beauftragt hat. Nicht selten verschwindet auf diese Weise wertvolle Ware und der vermeintliche Besteller versichert, nie auf der Website gewesen zu sein.

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Um sich gegen solche Praktiken zu schützen, wird die aktive Unterstützung der Online-Ausweisfunktion künftig ebenso bedeutsam sein wie die Inanspruchnahme eines kompetenten eID-Services. Der Nachweis, ob eine Bestellung unrechtmäßig ausgelöst wurde, obliegt dann nämlich dem Kunden, der seine Daten nur mittels einer PIN freischalten kann. Umgekehrt erhält jeder Nutzer über das Berechtigungszertifikat des Anbieters die Gewissheit, mit einem vertrauenswürdigen Partner zu verhandeln.

Noch mehr Sicherheit soll in Kürze die von Ausweisinhabern nachladbare Funktion der Qualifizierten Elektronischen Signatur (QES) bieten. Auch hier wurden technologisch alle Voraussetzungen geschaffen, um über eine digitale Alternative zur handschriftlich signierten Willenserklärung den Weg für neue behördliche und privatwirtschaftliche Anwendungen freizumachen.

Technologisch sind die Weichen gestellt

Fast 41 Millionen elektronisch übermittelte Einkommensteuererklärungen, rund 226 Millionen Umsatzsteuer-Voranmeldungen und über 125 Millionen digital bearbeitete Lohnsteuer-Anmeldungen, wie sie die behördliche Anwendung ELSTER derzeit verzeichnet, machen deutlich, dass die Bereitschaft zur Nutzung serviceorientierter Anwendungen kontinuierlich steigt.

Laut des aktuellen „eGovernment-Monitors“, im Juli 2010 von der Initiative D21 veröffentlicht, erkennen schon jetzt über 80 Prozent aller Nutzer in behördlichen Internet-Diensten einen großen bis sehr großen Mehrwert. Gleichzeitig wünschen sich die Befragten weitere Angebote, die bei einem Höchstmaß an Datenschutz und Datensicherheit klar ersichtliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Behördenabläufen bieten.

Mit der Einführung des neuen Personalausweises wurden technologisch und infrastrukturell alle Weichen gestellt, um dieser Nachfrage zu entsprechen. Gleichzeitig markiert, was jetzt in allen gesellschaftlichen Bereichen schrittweise in Bewegung kommt, den Beginn weitreichender Modernisierungsprozesse. Denn über die Neugestaltung effizienter Geschäftsprozesse werden sichere elektronische Identitäten sukzessive auch für mehr Datensparsamkeit und informationeller Selbstbestimmung genutzt werden können.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Nutzer von Internet-Diensten erwarten zu Recht, dass ihre Daten sicher transportiert, verwahrt und geschützt werden. Genau an diesen Faktoren werden zukünftig auch Bürger- und Kundenservices gemessen werden. Nutzerorientierte, transparente und effektive eID-Anwendungen bieten die Chance und das Potenzial, das Verhältnis zwischen Bürgern, Verwaltungen und Unternehmen neu zu beleben.

Auf diesen Bedarf hat sich die Bundesdruckerei als Produzent des neuen Personalausweises und Anbieter international bewährter Hochsicherheitssysteme konsequent ausgerichtet. Denn nur ein erfolgreich vollzogener digitaler Wandel wird die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft langfristig sichern.

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