eGovernment mit der Bundesdruckerei in Berlin

Die Weichen für innovative Behördenservices sind gestellt

29.03.2011 | Autor / Redakteur: Dipl. Ing. Thomas Löer / Gerald Viola

Weichen gestellt für sichere elektronische Identitäten
Weichen gestellt für sichere elektronische Identitäten

Mit der Einführung des neuen Personalausweises wurde eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Verwirklichung der nationalen eGovernment-Strategie erfüllt. Jetzt gilt es, die geschaffenen Infrastrukturen mit Leben zu füllen, damit Bürger, Unternehmen und Öffentliche Verwaltungen von den Vorteilen sicherer elektronischer Identitäten profitieren können.

Ohne den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien sind die Wissens- und Informationsgesellschaft, eine global vernetzte Wirtschaft und effiziente Verwaltungsabläufe nicht mehr vorstellbar. Seit September 2010 stehen auf Beschluss des IT-Planungsrats die mittelfristigen Ziele der nationalen eGovernment-Strategie fest. Jetzt braucht es viele Akteure, um dem Bedarf an nutzerorientierten Anwendungen und innovativen Behördenservices gerecht zu werden.

Zukunftsfähigkeit sichern

Als die Regierungschefs von Bund und Ländern im Juni 2006 den „Aktionsplan Deutschland-Online“ verabschiedeten, war klar: Mit der Modernisierung von rund 25.000 Behörden sollten neue Maßstäbe für eine effektive und effiziente Verwaltung in föderalen Strukturen geschaffen werden. Im Vordergrund stand eine konsequente Orientierung am Nutzen für Bürger, Unternehmen und Behörden.

Begriffe wie eDemokratie und ePartizipation spielten dabei eine ebenso große Rolle wie die Suche nach geeigneten Systemen und Lösungen der Hochsicherheitstechnologie. Inzwischen wurden mit der Einführung des neuen Personalausweises und dem 2010 ratifizierten IT-Staatsvertrag wesentliche Grundlagen geschaffen, um den digitalen Wandel zu meistern. Jetzt liegt es in der Verantwortung aller, die geschaffenen Infrastrukturen für die Erreichung der gesetzten Ziele zu nutzen.

Secure Identity – Schlüssel zu mehr Bürgerservice

Ein wesentlicher Baustein zur Optimierung bestehender Prozessketten ist die Absicherung elektronischer Identitäten (eID). Wer in der digitalen Dienstleistungsgesellschaft schnell, effizient und komfortabel kommunizieren will, muss sich auf eindeutige und unzweifelhaft richtige Daten verlassen können. Das gilt für behördliche Abläufe ebenso wie für den privatwirtschaftlichen Informationsaustausch.

Im Bereich von eGovernment wurden in den vergangenen Jahren bereits viele beispielhaft bürgernahe Anwendungen umgesetzt. Die elektronische Steuerklärung ELSTER, die einheitliche Behördenrufnummer D115 oder Plattformen wie das serviceorientierte www.wunschkennzeichen.de haben deutlich gemacht, wie schnell und unkompliziert sich digitale Anwendungen in die Alltagskommunikation integrieren lassen. Nun warten neue Modernisierungsprojekte auf ihre Umsetzung. Allen voran der im Frühjahr startende De-Mail-Service, über den Bürger elektronische Nachrichten und Dokumente sicher austauschen können. Aber auch das elektronische Personenstandsregister zum Online-Abruf von Geburts- oder Heiratsurkunden oder die elektronische Kfz-Anmeldung, die bei der Branchenmesse „Moderner Staat“ demonstriert wurde, zeigen mit welchen Services Bürger zukünftig rechnen dürfen.

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Ich verstehe ja die Nöte, aber die Realität sieht leicht anders aus. Die Steueranwendungen werden...  lesen
posted am 29.03.2011 um 15:51 von Jan.dark2

Ich verstehe ja die Nöte, aber die Realität sieht leicht anders aus. Die Steueranwendungen werden...  lesen
posted am 29.03.2011 um 14:30 von Jan.dark2


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