eGovernment-Initiative des BMI

Die Verwaltung setzt auf De-Mail und die Online-Ausweisfunktion

| Autor / Redakteur: Frank-Rüdiger Srocke, Projektleiter eGovernment-Initiative für De-Mail und Personalausweis im BMI / Manfred Klein

Neues zu nPa und De-Mail auf der CeBIT
Neues zu nPa und De-Mail auf der CeBIT (Foto: BMI)

Im zweiten Jahr der eGovernment-Initiative für De-Mail und den nPA liegt der Schwerpunkt auf innovativen Einsatzszenarien und dem Ausbau zentraler eID- und De-Mail-Infrastrukturen. Im Folgenden berichtet, Frank-Rüdiger Srocke, Bundesministerium des Innern, von der Fortsetzung der erfolgreichen Initiative und präsentiert eine Liste der Vorhaben.

Der Personalausweis mit eID-Funktion wird seit etwas mehr als drei Jahren ausgegeben, die ersten De-Mail-Anbieter wurden vor zwei Jahren zugelassen. Das Bundesinnenministerium (BMI) hat mit De-Mail und Online-Ausweisfunktion zwei gesetzlich geregelte Sicherheitsinfrastrukturen für Bürgerinnen und Bürger geschaffen.

Ihre Nutzung gewährleistet, dass persönliche Daten verschlüsselt und ausschließlich zwischen zuvor zuverlässig identifizierten Kommunikationspartnern übertragen werden. Identität und Daten sind im Internet wirksam vor Diebstahl und Missbrauch geschützt.

Behörden sind Vorreiter

Die Vorreiterrolle bei der Einführung der neuen Sicherheitsinfrastrukturen hat die Verwaltung übernommen. Inzwischen ist eine Vielzahl kommunaler Online-Bürgerdienste online, die mit De-Mail beziehungsweise eID-Funktion genutzt werden können, von der Meldebestätigung über die Beantragung von Personenstandsurkunden bis zur Kfz-Zulassung.

Die Länder haben damit begonnen, zentrale Infrastrukturen bereitzustellen. Ihre Kommunen können den Bürgern somit die Nutzung von De-Mail und eID-Funktion anbieten, ohne eigene Infrastrukturen dafür aufzubauen. Die kommunalen Investitionen in die neuen Technologien sind dadurch deutlich geringer, und die Implementierung kann schneller erfolgen.

Als die eGovernment-Initiative vor zwei Jahren auf der CeBIT angekündigt wurde, sah die Einführungsbilanz noch nicht so positiv aus. Eine Befragung im Winter 2011 hatte gezeigt, dass den Behörden von Bund, Ländern und Kommunen vor allem Informationen über technische, organisatorische und rechtliche Implementierungsaspekte fehlten.

Sie sahen die Vorteile, insbesondere die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung durch medienbruchfreie Verwaltungsprozesse und zur Einsparung von Bearbeitungskosten, ihnen fehlte aber der Zugang zu verwaltungsspezifischem Erfahrungswissen.

Die eGovernment-Initiative zielte daher sowohl darauf, dass eID-Funktion und De-Mail in viel genutzten Online-Bürgerdiensten eingesetzt werden, als auch darauf, dass das gewonnene Wissen der Vorhaben dokumentiert und veröffentlicht wird. Dieses Konzept überzeugte auch den IT-Planungsrat und die kommunalen Spitzenverbände, die seither die Initiative unterstützen. Im ersten Jahr nahmen 31 Behörden mit 24 eID- und 17 De-Mail-Integrationen an der Initiative teil. 12 dieser eID-Dienste sind online, drei Behörden haben den Zugang für De-Mail eröffnet. Weitere Live-Schaltungen sind in Vorbereitung.

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Auch aus Sicht der Verwaltung stellt sich immer mehr heraus, dass die im System angelegten...  lesen
posted am 17.10.2014 um 10:06 von Unregistriert

Die Lage verbessert sich leider nicht durch ständige Falschberichterstattung bzw....  lesen
posted am 08.10.2014 um 07:29 von Unregistriert

Erfolgreich? Das kann ein Rohrkrepierer zweifelohne auch sein. Es fragt sich nur: Für wen? Für...  lesen
posted am 12.03.2014 um 15:41 von Unregistriert

je mehr ahnung die leser dieses artikels haben, desto trauriger ist ihr gesichtsausdruck, wenn sie...  lesen
posted am 10.03.2014 um 12:35 von Unregistriert


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