Online-Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern

Die vernetzte Schule

| Redakteur: Susanne Ehneß

Die schulische Vermittlung von Medienkompetenz wird künftig wohl auch soziale Netzwerke und Messenger umfassen müssen
Die schulische Vermittlung von Medienkompetenz wird künftig wohl auch soziale Netzwerke und Messenger umfassen müssen (Robert-Kneschke-Fotolia.com)

Acht von zehn Schülern stehen mit ihren Lehrern auch online in Kontakt – über eMail, soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste. Der Branchenverband Bitkom begrüßt diese Entwicklung und fordert eine flächendeckende Ausbreitung. Was der Datenschutz dazu sagt, steht auf einem anderen Blatt.

Die Online-Kommunikation ist aus dem modernen Alltag schier nicht mehr wegzudenken. Knifflig wird es aber, wenn der Austausch zwischen Schülern und Lehrern geschieht. Die Grenzen zwischen dienstlicher und privater Kommunikation sind hier fließend.

Eine Bitkom-Umfrage bestätigt nun den Trend: 80 Prozent der befragten Schüler ab 14 Jahre stehen mit ihren Lehrern online in Kontakt, und zwar über soziale Netzwerke, eMail oder Messenger-Dienste.

Soziale Netzwerke

Jeder zehnte Schüler ist über ein soziales Netzwerk wie Facebook oder Google plus mit Lehrern verbunden, wobei die älteren Schüler ab 17 Jahren mit 14 Prozent deutlich häufiger netzwerken als die jüngeren (9 Prozent).

Messenger

Auf Dienste wie Whatsapp oder iMessage setzen 31 Prozent der Älteren, aber 38 Prozent der 14- bis 16-Jährigen.

eMail

Am häufigsten wird für den Austausch mit Lehrern auf die eMail zurückgegriffen: Rund zwei Drittel (63 Prozent) aller Schüler tauschen mit ihren Lehrern eMails aus, wobei die Älteren (66 Prozent) etwas häufiger mailen als die Jüngeren (62 Prozent).

Der Branchenverband begrüßt diese Entwicklung. „Die Online-Kommunikation ist inzwischen aus dem Alltag von Schülern und Lehrern nicht mehr wegzudenken und wird natürlich auch rund um die Schule genutzt“, kommentiert Bitkom-Vizepräsident Achim Berg.

Und er geht noch weiter: „Eine direkte Schüler-Lehrer-Kommunikation über das Internet sollte allerdings nicht nur dem Engagement einzelner Lehrer überlassen werden, sondern flächendeckend in den Schulen als Standard genutzt werden“, fordert Berg.

Regelung in den einzelnen Ländern

Diese Forderung ist komplex, regeln die Bundesländer doch bislang individuell, inwieweit Lehrer soziale Netzwerke überhaupt zur Schüler-Kommunikation nutzen dürfen:

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In jedem Fall dürfte die Vermittlung von Medienkompetenz ein wichtiger Bestandteil der Lehrpläne werden.

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