GovData-Portal erfolgreich evaluiert

Die Technik ist gut, es fehlt das politische Commitment

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Zudem sollte klarer dargestellt werden, wer welche Daten bereitstellt und wer diese wie nachnutzt. Dafür kann eine Open-Data-Landkarte im Portal ergänzt und Visualisierungswerkzeuge angeboten werden. Visualisierungswerkzeuge bieten sich an, um es Nachnutzern auch aus der Verwaltung zu ermöglichen, auf Informations- und Beteiligungsportalen Wissen zu schaffen und Informationen zum Bürger zu transportieren.“

Und: „Die Bekanntheit des Portals sollte nicht nur durch ein verstärktes Marketing verbessert werden. Auch die Integration von Social Media auf dem Portal wie zum Beispiel Twitter und die Optimierung der Auffindbarkeit des Portals in Suchmaschinen können mit wenig Aufwand umgesetzt werden. Zur Stärkung der Nachnutzung der bereit gestellten Daten sollten Entwicklertage regelmäßig durchgeführt werden.“

Die Analyse der Benutzerfreundlichkeit habe zudem eine ganze Reihe von Maßnahmen ergeben, die kurzfristig umgesetzt werden könnten, um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Beispiele aus dem Maßnahmenkatalog seien hier die Überarbeitung der Suchdialoge, die Beseitigung von Beeinträchtigungen in der Aufgabenorientierung, wie der Bereinigung von Systemmeldungen von technischen Inhalten, oder die Vereinheitlichung und Verbesserung der Formulartemplates und der Dateneingabe.

Mittel- und langfristig sei die Entwicklung einer nutzerzentrierten Konzeption, in der Anwenderanforderungen erhoben, analysiert und abgebildet werden, erforderlich, um die Gebrauchstauglichkeit des Portals optimal sicher zu stellen.

„Technologisch gibt es im Portal nur wenige Verbesserungspotenziale. Die Metadatenstruktur und die Importmöglichkeiten verweisen lediglich auf einige organisatorische Handlungsbedarfe. Die Standardisierungsbestrebungen sollten fortgesetzt und die verschiedenen Möglichkeiten der Datenbereitstellung beibehalten werden“, so die Autoren.

Dennoch sollte im Bezug auf die Architektur des Portals eine Architekturmodularisierung mittelfristig umgesetzt werden, um die bestehend Lösung in ein modulares Baukastensystem zu überführen.

„Im Kern konnte die Evaluierung aufzeigen, dass die wichtigsten Grundlagen für ein nutzerorientiertes deutsches Open-Data-Portal bereits geschaffen wurden und insbesondere das partnerschaftliche und transparente Vorgehen die Fachgemeinde überzeugt. Ein hochrangiges politisches Commitment ist jedoch unabdingbar für den Erfolg von GovData“, das das Fazit.

Eine detaillierte Übersicht über die alle Handlungsempfehlungen gibt es im Internet.

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