Strategie bei der Beschaffung mobiler Endgeräte

Die sieben schlimmsten Patzer bei Projekten für mobile Arbeit

| Autor / Redakteur: Johannes Meisel* / Susanne Ehneß

4. Die Komplexität einer mobilen Transformation unterschätzen

Vor der Umsetzung mobiler Arbeit müssen Behörden viele Fragen klären:

  • Welche Sicherheitsanforderungen stellt etwa das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)?
  • Welche Software und welche Geräte sollen zum Einsatz kommen?
  • Dürfen die Mitarbeiter private Geräte nutzen?
  • Werden zusätzliche Spezialisten für Enterprise Mobility benötigt?

Um diese Komplexität zu beherrschen, ohne den Kostenrahmen zu sprengen, sollten Behörden auf Basis der Mobilitätsstrategie einen genauen Transformationsplan entwickeln.

5. Nur bis zur Anschaffung denken

Welche mobilen Endgeräte zum Einsatz kommen sollen, ist natürlich eine wichtige Entscheidung. Oft denken Behörden aber nicht früh genug an das Danach. Und das führt im schlimmsten Fall zu Sicherheitsmängeln. Zum Beispiel, wenn ein umfassendes Enterprise Mobility Management (inklusive Mobile-Device-Management-System) fehlt, mit dem sich zentral alle Geräte konfigurieren, Sicherheitsrichtlinien umsetzen und Apps verwalten lassen.

Regeln muss die Öffentliche Verwaltung auch Austausch und Entsorgung der Geräte. So sollten Smartphones rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden, die veraltet sind oder für die der Hersteller den Support einstellt.

6. Eigene Apps entwickeln

Meist lohnt es sich für Behörden finanziell nicht, die benötigten Apps – etwa für die eAkte, Zusammenarbeit und Fachverfahren – selbst zu entwickeln. Denn mobile Apps veralten viel schneller als Desktopanwendungen. Zudem verrennen sich die Verantwortlichen schnell in Details und verlieren das Ziel einer ganzheitlichen Lösung aus den Augen.

Eine Alternative bieten speziell für die Öffentliche Verwaltung entwickelte Apps wie die mobile „E-Akte Public“, mit der Mitarbeiter per Laptop, Smartphone und Tablet sicher auf die elektronische Akte zugreifen.

7. Vielfältige und billige mobile Endgeräte wählen

Wer bei mobilen Endgeräten und Betriebssystemen sparen will, erlebt im Betrieb oft eine böse Überraschung. Android zum Beispiel unterscheidet sich je nach Gerätehersteller. Und jedes zusätzliche Betriebssystem erschwert das Management der mobilen Endgeräte. Das wiederum beeinträchtigt die IT-Sicherheit sowie den Gerätebetrieb und erschwert es, Apps zu entwickeln. Ohnehin lassen sich viele Android-Varianten nur eingeschränkt managen. Behörden brauchen daher zusätzliche – mitunter kostenpflichtige – Hilfsprogramme.

* Johannes Meisel, Executive Business Consultant Mobile Enterprise Services bei T-Systems

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