Gesundheits-IT ist ein Wachstumsmarkt

Die Potenziale sind noch längst nicht ausgeschöpft

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Ein Schwerpunkt: die medizinische Informatik

Die Branche beschäftigt in Deutschland 12.000 Mitarbeiter, davon die Hälfte mit Hochschulabschluss. Neun Prozent der Beschäftigten in der Gesundheits-IT-Branche sind medizinische Informatiker, wobei der Anteil der offenen Stellen mit einem Schwerpunkt in der Medizinischen Informatik in den bvitg-Mitgliedsunternehmen mit 62 Prozent besonders hoch ist.

Dies erklärt der bvitg damit, dass viele bvitg-Mitgliedsunternehmen im Kliniksektor tätig sind, wo die Nähe zu den Leistungserbringern ein hohes medizinisches Prozess-Know-how erfordert.

Das Vorurteil, wonach die Gesundheits-IT-Branche eine Männerdomäne sei, bestätigt der Branchenbericht nicht. Immerhin ein Drittel der Beschäftigten sind Frauen. Das ist fast doppelt so viel wie im Durchschnitt des gesamten IT-Sektors.

Für die Teilnehmer der Podiumsdiskussion, an der neben Matthias Meierhofer vom bvitg e. V. auch Prof. Dr. Ursula Hübner von der Hochschule Osnabrück und Dr. Ralf Laufer von der Deutschen Krankenhausgesellschaft teilnahmen, war klar: „Um zukunftsfähig zu bleiben, werden der ambulante und der stationäre Bereich stärker vernetzt werden müssen. IT-Lösungen kommt in diesem Zusammenhang eine maßgebliche Bedeutung zu – jedoch müssten zunächst die strukturellen Grundlagen sowie die Notwendigkeit der Digitalisierung ins Bewusstsein der Politik gerückt werden“.

Potenziale können nur durch sinnvolle Investitionen ausgeschöpft werden

„Die vollen Potenziale der Gesundheits-IT werden wir in Deutschland erst dann ausschöpfen können, wenn die Rahmenbedingungen einen flächendeckenden Einsatz von IT-Lösungen erlauben“, so Meierhofer.

„Ohne Investitionen in sinnvolle und zielorientierte Versorgungsstrukturen wird uns dies nicht gelingen. Wenn von Seiten der Politik nicht aktiv gegengesteuert wird, wird Deutschland als Standort für die Unternehmen perspektivisch an Attraktivität verlieren.“

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