Hessen-CIO Finanzminister Thomas Schäfer im Interview

„Die Mitarbeiter unterstützen“

| Autor / Redakteur: Manfred Klein / Manfred Klein

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer nimmt jetzt auch die Aufgaben des Landes-CIOs war
Finanzminister Dr. Thomas Schäfer nimmt jetzt auch die Aufgaben des Landes-CIOs war (Foto: mk)

Hessen hat es den Bayern gleichgetan und die Funktion des Landes-CIOs auf der Ministerebene angesiedelt. Der Finanzminister des Landes, Dr. Thomas Schäfer, ist seit Anfang des Monats auch Landes-CIO. Schäfer will besondere die weitere IT-Konsolidierung in Hessen und das Change Management in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen.

eGovernment Computing sprach mit ihm auf der CeBIT über die Aufgaben seiner neuen Funktion.

Herr Schäfer, was hat den Ausschlag gegeben, die Funktion des Landes-CIOs ministrabel zu machen?

Schäfer: Wir standen nach dem Ausscheiden von Horst Westerfeld vor der Aufgabe, die Position des CIO neu zu besetzen, und es erschien uns aufgrund der Wichtigkeit und der zahlreichen anstehenden Aufgaben gerechtfertigt, den CIO mit einem Ministerrang zu versehen und es schadet sicherlich auch nicht der Durchschlagskraft politischer Entscheidungen. Meinem Kollegen Horst Westerfeld möchte ich an der Stelle ausdrücklich für die vertrauensvolle und persönliche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren danken.

Markus Söder, der bayerische Kollege, der ebenfalls einen Ministerrang bekleidet, hat sich zunächst für den Breitbandausbau stark gemacht. Wie wollen Sie das handhaben?

Schäfer: Ich werde die Probleme der Reihe nach angehen.Um das Stichwort Breitband aufzugreifen, wir haben unser Darlehensprogramm jetzt von 200 auf 350 Millionen Euro aufgestockt. Damit bieten wir Kommunen in den Bereichen, in denen die kommerziellen Anbieter bisher aufgrund ihrer Marktstellung nicht tätig geworden sind, Unterstützung bei entsprechende Ausbaumaßnahmen an. Das zeigt, dass wir dem Breitbandausbau eine enorme Bedeutung beimessen.

Auf der anderen Seite ist für mich die Frage sehr wichtig, wie wir mit einer weiteren Standardisierung im IT-Bereich umgehen. Ziel muss es hier sein, einerseits optimale Verwaltungsleistungen zu erbringen und auf der anderen Seite Ressourcen zu sparen. Wir haben mit dem sogenannten Hessen-PC – mit dem wir 50.000 standardisierte PC-Arbeitsplätze eingerichtet haben – die Möglichkeit, diese aus der Ferne zu zu warten. Da wir damit auch zahlreiche Server einsparen könnten, ist das Projekt auch ein wichtiger Beitrag Hessens zum Thema Green IT.

Seit 2010 haben wir so 30 Millionen Euro im Bereich der Hessischen Datenzentrale eingespart. Und das bei gleichem oder sogar gestiegenem Leistungsniveau. Das weiterzuführen und zu entwickeln, sehe ich als wichtige Aufgabe.

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