Suchen

Am Beispiel der IBM-Pressestelle erklärt Die IT-Architektur für das Wissensmanagement 2.0

| Redakteur: Gerald Viola

In der November-Ausgabe der eGovernment Computing wurden am Beispiel einer innovativen Pressestelle Möglichkeiten aufgezeigt, Web-2.0-Technologien in einer Behörde einzusetzen. In diesem Beitrag wird die entsprechende IT-Architektur vorgestellt.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

Grundidee der Pressestelle 2.0 ist es, das „Sprachrohr“ der Verwaltung besser im Haus zu vernetzen, um damit letztendlich auch das größere und umfassendere Thema des Wissensmanagement anzugehen. Hierbei kommen Technologien und Anwendungen zum Einsatz, die viele (und gerade die jüngeren) Mitarbeiter bereits aus ihrem privaten Umfeld kennen: Instant Messaging (Echtzeitkommunikation, Chat), Anwesenheits-/Statusanzeige, Webkonferenzen, Experten-Finder, eigenverantwortliche Verschlagwortung von Personen, Dokumenten und Inhalten (taggen), virtuelle Teamräume zur Projektsteuerung und Zusammenarbeit.

Diese Technologien und Anwendungen sind in der Regel webbasierend und laufen in einem Webbrowser ab. Ein auf dem PC des Endnutzers installierter Client ist zumeist nicht mehr nötig – ein Faktor, der insbesondere den Haushältern zusagt, da die Lizenzkosten geringer ausfallen. Doch auch die IT-Abteilung steht dieser Entwicklung positiv gegenüber, da die Komplexität der Architektur reduziert wird und sich letztendlich auch Pflege- und Wartungsaufwände in Grenzen halten.

Das Intranet als Basis für Wissensmanagement

Noch befinden sich die behördeninternen Informationsnetze in der Welt des Web 1.0. Es handelt sich zumeist um statische, wenig ansprechende Informationsseiten. Wenige pflegen die Inhalte, die viele konsumieren. Zahlreiche Behörden und Organisationen machen sich deshalb Gedanken darüber, wie das Intranet zukünftig aussehen soll. Dabei stellen sich folgende Fragen:

  • Werden die Informationen aktuell gehalten?
  • Wie können die neuen Lösungskomponenten in die vorhandene IT-Landschaft eingebettet werden?
  • Wie wird eine hohe Flexibilität erreicht, um neue Anforderungen umzusetzen?
  • Wie kann ein effizienter Betrieb gestaltet werden?
  • Welche (Fach-) Anwendungen sind bereits webfähig, welche Anwendungen sollen im Intranet zur Verfügung stehen?
  • Ist die eingesetzte Intranet-Technologie/-Strategie zukunftsfähig?
  • Kann bereits ein moderner, browserbasierender Arbeitsplatz für die Mitarbeiter angeboten und die Heimarbeitsstrategie verfeinert werden?
  • Welche Rolle kann und soll das Betriebssystem Linux spielen?
  • Welchen Beitrag können Virtualisierungstechnologien leisten?
  • Brauchen alle Mitarbeiter noch Client-Anwendungen?
  • Welcher Grad an Interaktivität soll im ersten Schritt in welcher Form im Intranet realisiert werden?

Nächste Seite: Die Verschmelzung von Intranet und Extranet

(ID:2043080)