eGovernment Summit 2008

Die Herausforderungen der Verwaltung nicht isoliert betrachten

22.10.2008 | Autor / Redakteur: Manfred Klein / Manfred Klein

Die richtige Balance

Schäuble rief deshalb die Führungskräfte dazu auf, sich der Entwicklung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders anzunehmen und ihnen den notwendigen Freiraum für ihre Fortbildung zu geben. Genauso wichtig wäre es aber auch, dafür zu sorgen, dass die Beschäftigten sich auch an ihrem Arbeitsplatz entwickeln können und – in der richtigen Balance von Führung und Freiraum für eigenverantwortliches Handeln – an ihren Aufgaben wachsen.

Christoph Lahmann, IT-Bevollmächtigter der Landesverwaltung Niedersachsen, der auf dem Summit einen Impulsvortrag zum Thema „Erfolgreiche Verwaltungsreform auf Länderebene: Strategie, Konsolidierung, Change Management halten“ wird, stellt sich dieser Zusammenhang so dar: „Die wesentlichen Herausforderungen für die Verwaltung sind nur durch ganzheitliche Konzepte in den Griff zu bekommen. Die Globalisierung und damit der erhöhte Wettbewerbsdruck auf die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten, der nachhaltige Umgang mit Ressourcen, der bevorstehende soziodemografische Wandel in der Bevölkerung und ein sich wandelndes Anspruchsdenken bei Bürgern und Unternehmen gegenüber ihrem Staatsapparat liefern Herausforderungen für die Verwaltung, die keine Verwaltungseinheit meistern wird. Wir alle kennen den Slogan der Strategieberater: ‚IT follows Business‘ – oder hieß es nicht ‚Business follows IT‘? Interessanterweise sind eben beide Versionen im Umlauf und genau in dieser Koexistenz liegt der eigentliche Wahrheitsgehalt. Nur in einer engen Verzahnung von Forschung, Technik, Organisation und Fachbereich lassen sich die Herausforderungen erfolgreich meistern.“

Auch Petra Manefeld bei Hewlett-Packard, einem der Sponsoren der Veranstaltung, im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber, teilt die generelle Einschätzung dieser Situation: „Einschneidende Veränderungen für die Zukunft werden der demografische Wandel, die Sicherung der Energieversorgung und die Sicherung des Wirtschafts-und Innovationsstandorts Deutschland sein.“ Dazu müssten in Deutschland innovative Konzepte entwickelt werden, stellt sie ausdrücklich fest.

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