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Die Hacker-Highlights des Jahres 2013

| Redakteur: Susanne Ehneß

Hacker haben im vergangenen Jahr mehrfach auf die IT-Systeme von Behörden und öffentlichen Einrichtungen zugegriffen
Hacker haben im vergangenen Jahr mehrfach auf die IT-Systeme von Behörden und öffentlichen Einrichtungen zugegriffen (Bild: Gina Sanders - Fotolia.com)

Im vergangenen Jahr waren Behörden und öffentliche Einrichtungen mehrfach Ziel von Cyber-Kriminellen. Auffällig ist, dass die Angriffe zunehmend politisch motiviert waren. Vor allem unter dem Deckmantel des „Anonymous“-Kollektivs wurden viele Angriffe ausgeführt.

Zwischen Januar und Dezember 2013 registrierte der IT-Sicherheitsanbieter QGroup einige bedeutende Hacker-Angriffe auf die IT-Systeme von Verwaltungen und öffentlichen Einrichtungen.

Hacker-Angriffe auf Behörden und Ministerien

Das Jahr 2013 startet brisant: Im Januar verunstalteten mutmaßlich Hacker aus China diverse Webseiten rund um den Tod des 27-jährigen Aaron Swartz und attackierten mehrere große US-Zeitungen, Twitter sowie das US-Energieministerium. Aaron Swartz war ein US-amerikanischer Programmierer und Hacktivist, der am 11. Januar Selbstmord beging. So wurde auch die Website des „Massachusetts Institute of Technology“ von Anonymous gehackt und durch ein Gedenkmal für Swartz ersetzt.

Schwachstellen

Im Februar gingen die Angriffe auf große Firmen und Institute weiter: Neben Facebook, Microsoft oder Apple, denen eine Java-Schwachstelle im iOS-Entwicklerforum iPhoneDevSDK zum Verhängnis wurde, waren unter anderem Casio, ThyssenKrupp oder Evernote betroffen. In Deutschland traf es beispielsweise die Sparkasse: Auf mehreren Seiten von sparkasse.de platzierten Hacker Schadsoftware. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSVG) riet seinen Kunden, ihren Rechner auf Viren und Trojaner zu prüfen. Die betroffenen Seiten wurden vom Netz genommen.

Auch der europäische Rüstungs-, Luftfahrt- und Raumfahrtkonzern EADS wurde Opfer einer Hacking-Attacke. Der Angriff war so schwerwiegend, dass EADS die Bundesregierung informierte. Ob und welche Daten gestohlen wurden, ist nach wie vor nicht klar.

Im März mussten US-Promis einstecken: Ein Hacker veröffentlichte diverse persönliche und vertrauliche Infos. Zu den im Netz veröffentlichten Daten gehörten neben Sozialversicherungsnummern unter anderem auch Informationen über Kreditkartenabrechnungen und Hypotheken. Zu den Opfern der Hacker-Attacke gehörten laut US-Medienberichten rund ein Dutzend prominente US-Künstler, -Schauspieler und -Politiker. Darunter auch der US-Vizepräsident Joe Biden, die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton, die Schauspieler Mel Gibson und Ashton Kutcher, der Finanzmogul Donald Trump und die Sängerinnen Britney Spears und Beyoncé. Der Chef des Los Angeles Police Department (LAPD), Charlie Beck, gehörte wohl ebenfalls zu den Opfern.

Im April hatte ein Twitter-Hack enorme Auswirkungen: Das Kompromittieren des Twitter-Accounts der Associated Press und des daraufhin geposteten Tweets über vermeintliche Verletzungen Obamas durch eine Bombenexplosion im Weißen Haus hatten erhebliche Konsequenzen. Der Aktienindex Dow Jones stürzte in Folge des Tweets und dessen zahlreicher Retweets um 150 Punkte, und Twitter erwägte die Einführung einer Zwei-Faktor-Authentifizierungslösung um Account-Hijacking künftig einzudämmen.

Mai: Nach einem unautorisierten Zugriff auf den Yahoo-Server mussten 22 Millionen User ihr Passwort wechseln. Auch der Hack, bei dem Kriminelle durch die Manipulation von Bankkarten und Kontolimits weltweit 45 Millionen US-Dollar erbeuteten, zog die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich.

Zur Jahresmitte nahmen politische Motive zu – dank NSA und politischer Unruhen. Lesen Sie weiter!

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