Ein Jahr Datenschutzgrundverordnung

Die größten DSGVO-Fehltritte

| Autor: Heidemarie Schuster

Im Rahmen der DSGVO nehmen die Abmahnungen zu und die Datenschutzbehörden verhängen höhere Sanktionen.
Im Rahmen der DSGVO nehmen die Abmahnungen zu und die Datenschutzbehörden verhängen höhere Sanktionen. (Bild: M. Schuppich - stock.adobe.com)

Viele Unternehmen haben auch ein Jahr nach Inkrafttreten die DSGVO noch nicht vollständig umgesetzt. Die Hoffnung, dass die angedrohten Strafen ausbleiben, hat sich aber nicht bestätigt. Der Security-Spezialist Micro Focus hat die größten Fehltritte und höchsten Strafen zusammengetragen.

Allein in Deutschland konnten bis dato 81 DSGVO-Verstöße mit Strafen in Höhe von insgesamt 485.490 Euro verzeichnet werden. Auch europaweit hat die DSGVO ihre Spuren hinterlassen. Viele dieser Verstöße halten sich eher im kleinen Rahmen, doch es gab durchaus auch einige nennenswerte Fehltritte von Unternehmen mit hohen Geldstrafen. Micro Focus hat die fünf interessantesten Fälle zusammengestellt:

Fazit von Micro Focus zur DSGVO

In der Anfangsphase der DSGVO war eine deutliche Schonzeit zu erkennen. Diese ist nun vorbei. Die Abmahnungen nehmen zu und die Datenschutzbehörden verhängen höhere Sanktionen. Nach wie vor besteht das größte Problem der DSGVO darin, dass die Verordnung nicht zwischen dem örtlichen Sportverein und einem Großkonzern unterscheidet. Die Umsetzung ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden und oft für kleinere Unternehmen nicht leicht zu bewältigen. Hohe Strafen wirken auf Unternehmen wie Facebook oder Google, die einen hohen Umsatz erzielen, zwar abschreckend, schaden ihnen aber in Anbetracht ihrer Kapitalrücklagen nur marginal. Anders sieht das oft bei kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Vereinen aus. Insgesamt lässt sich festhalten, dass aufgrund der zunehmenden Sanktionen das Bewusstsein für Datenschutz auf allen Seiten deutlich gesteigert ist. Dennoch besteht gerade auf der Seite der Großkonzerne, die mit Unmengen von persönlichen Daten jonglieren, sicherlich noch Verbesserungsbedarf in Bezug auf den Schutz unserer Daten.

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