2019 erste medizinische Anwendungen der eGK

Die Gesundheitskarte lebt

| Autor: Susanne Ehneß

Rund neun Millionen Gesundheitskarten der Generation G1+ sind noch im Umlauf
Rund neun Millionen Gesundheitskarten der Generation G1+ sind noch im Umlauf (© Stockfotos-MG - stock.adobe.com)

Die Bundesregierung hat sich zur Zukunft der elektronischen Gesundheitskarte geäußert.

Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion ausführt, sollen ab 2019 schrittweise

  • die ersten medizinischen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK),
  • der elektronische Medikationsplan sowie
  • die Notfalldaten und anschließend
  • die elektronische Patientenakte eingeführt werden.

Damit soll die Frist des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Gesellschaft für Telematik (gematik) eingehalten werden, wonach Gesundheitskarten der Generation G1+ maximal bis 31. Dezember 2018 eingesetzt werden dürfen. Danach müssen sie gegen Karten der Generation G 2.0 oder G 2.1 ausgetauscht werden.

Wie die Bundesregierung erklärt, haben die Krankenkassen nach Angaben des GKV-Spitzenverbands momentan insgesamt noch etwa neun Millionen Gesundheitskarten der Generation G1+ im Umlauf; 63,2 Millionen und damit 87 Prozent seien bereits ausgetauscht.

Die Versicherten sollen den Ärzten einen sicheren Zugang zu ihren medizinischen Daten ermöglichen können. Sie sollen aber auch in die Lage versetzt werden, „mit modernen Verfahren, die sie aus ihrem alltäglichen Leben gewohnt sind“, selbst auf ihre Daten zuzugreifen.

Zeitplan

Zum Zeitplan erklärte die Bundesregierung: „Die gematik hat die im E-Health-Gesetz geregelten Fristen für die von ihr zu leistenden Arbeiten eingehalten und die Bundesregierung geht davon aus, dass sie auch die Frist für die Arbeiten zur Einführung der elektronischen Patientenakte Ende 2018 einhalten wird. Bei der Einführung der ersten Anwendung Online-Versichertenstammdatendienst ist es zu erheblichen Verzögerungen gekommen.“

Als erste medizinische Anwendungen der eGK sollen die Notfalldaten und der elektronische Medikationsplan umgesetzt werden. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Industrie ab Mitte 2019 die dafür erforderlichen Software am Markt anbieten kann und somit beide Anwendungen noch 2019 starten können.

Attraktiver Markt

Aktuell sind an Hardware-Komponenten zwei unterschiedliche Kartenterminals und ein Konnektor erhältlich. Es sei damit zu rechnen, dass durch den Eintritt neuer Marktteilnehmer Mitte dieses Jahres eine weitere Dynamik beim Aufbau des Gesundheitsnetzes entstehe.

Der Markt ist attraktiv: Nach Angaben der Bundesregierung wurden bislang in etwa 17.000 Arzt- und Zahnarztpraxen neue Hard- und Software vollständig installiert. Praxen werden in Abhängigkeit von der jeweiligen Größe mit einem Konnektor und gegebenenfalls mehreren Kartenlesegeräten ausgestattet. Der Rollout in den Krankenhäusern und Apotheken soll rechtzeitig mit der Bereitstellung der medizinischen Fachanwendungen erfolgen.

Das komplette Statement der Bundesregierung zur eGK finden Sie online als PDF HIER.

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