eGovernment-Kooperation

Die Freistaaten Bayern und Thüringen beraten über Zusammenarbeit

| Redakteur: Manfred Klein

Thüringen sieht in Länderkooperationen die Zukunft von eGovernment
Thüringen sieht in Länderkooperationen die Zukunft von eGovernment (Bild: © AdobeStock.com)

Der Thüringer Staatssekretär und CIO Dr. Hartmut Schubert und der bayerische Finanz und Heimatstaatssekretär Albert Füracker haben über eine künftige eGovernment-Kooperation zwischen den beiden Ländern beraten.

Bei einem Treffen im Scan- und Druckzentrum Wunsiedel haben der Thüringer Staatssekretär und CIO Dr. Hartmut Schubert und der bayerischen Finanz und Heimatstaatssekretär Albert Füracker Pläne für eine Zusammenarbeit beim eGovernment besprochen. Dr. Schubert: „Insbesondere das Scannen von Steuererklärungen und den Druck von Steuerbescheiden wollen wir gemeinsam mit Bayern realisieren.“

Im zentralen Datenerfassungs- und Scanzentrum der bayerischen Steuerverwaltung werden rund 1.700.000 Steuererklärungen der Finanzämter von Bayern und von Rheinland-Pfalz pro Jahr von Papierform in elektronische Daten umgewandelt.

Dr. Schubert nach dem Besuch: „Künftig könnten die Steuererklärungen der Thüringer über die hochmoderne Scan- und Druckstrecke verarbeitet werden. Denn trotz einer 70-prozentigen Quote bei elektronischen Steuererklärungen werden in Thüringen gegenwärtig noch Daten aus zirka 335.000 Steuererklärungen manuell erfasst und über 18 Millionen Seiten gedruckt.“

Schubert sieht in der Kooperation die Zukunft des eGovernment in Deutschland: „Das Internet hat uns gelehrt, geografische und nationale Grenzen zu überwinden. So müssen wir bei der Digitalisierung in Deutschland ganz natürlich auch föderale Grenzen überwinden. In der Kooperation der Länder liegt die Zukunft des eGovernments in Deutschland.“

Angesichts der großen Herausforderungen für die staatliche Verwaltung müssten Synergien durch Kooperationen stärker gehoben werden.

Aus Sicht des Thüringer CIO ist es wenig sinnvoll, wenn Länder einzeln für alle Aufgaben der Verwaltung eigene Kapazitäten aufbauen. Besser sei es, durch Spezialisierung und Bündelung von Aufgaben arbeitsteilig vorzugehen. Dadurch könne die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung die wachsenden quantitativen wie qualitativen Anforderungen an den IT-Betrieb mit überschaubarem Ressourcenaufwuchs leisten.

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