Bürgerbeteiligung

Die digitale Stadt wird zur Smart City

| Redakteur: Ira Zahorsky

Werden die Bürger an Planungsprozessen beteiligt, ist hinterher die Akzeptanz größer
Werden die Bürger an Planungsprozessen beteiligt, ist hinterher die Akzeptanz größer (Bild: © irinastrel123/ Fotolia.com)

Nur durch Bürgerbeteiligung kann eine digitale Stadt zur Smart City werden. Das Projekt „smarticipate“ des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD beschäftigt sich mit der Teilhabe der Bürger an politischen Entscheidungsprozessen.

Was macht die digitale Stadt zur Smart City? Fragt man Dr. Joachim Rix vom Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, so stehen Transparenz und Teilhabe der Bürger an politischen Entscheidungs- und Planungsprozessen dabei weit oben. „Heute laufen Planungsprozesse linear ab: Verwaltungen planen, führen Diskussionen und entscheiden. Werden Bürger, aber auch Politiker, früh mit den richtigen Mitteln ausgestattet, um Entscheidungen gemeinsam voranzubringen, gibt das eine ganz neue Basis für die Gestaltung, eine höhere Akzeptanz und schlussendlich eine fundiertere Grundlage, um sich in seiner Stadt wohlzufühlen“, so Rix. Das Fraunhofer IGD leitet das von der Europäischen Kommission geförderte Beteiligungsprojekt „smarticipate“.

Einsatz in Hamburg, London und Rom

Smarticipate ist ein Pilotprojekt in den Städten Hamburg, London und Rom, das zukünftig als Plattform zur Entscheidungsunterstützung europaweit zum Einsatz kommen soll. Grundlage der Entscheidungsprozesse sind die (auch geographischen) Datengrundlagen, die die Städte bereitstellen.

Das Konsortium bereitet die teils sehr großen und stets heterogenen Datenbestände so auf, dass Bürger und alle am Entscheidungsprozess beteiligten Akteure einen visualisierten, leicht verständlichen Überblick erhalten – zur Information, aber auch Interaktion.

Die Hansestadt Hamburg gibt ihren Bürgern mit der Plattform ein Tool an die Hand, um Standorte für neue Bäume im Stadtgebiet zu finden und gemeinsam Baumarten auszusuchen. In Rom wird smarticipate dazu beitragen, über Neunutzungen leer stehender Gebäude zu entscheiden und Standorte für Urban Gardening-Projekte auszumachen. London geht noch einen Schritt weiter: Auf Basis der vorhandenen Daten sollen die Bürger selbst entscheiden, in welchen Fragestellungen smarticipate Hilfestellung geben kann.

Smarticipate auf der Intergeo

Auf dem Intergeo Kongress stellt das Fraunhofer IGD smarticipate vor. Ein Vortrag gilt einer Methodik für Beteiligungsverfahren auf Basis visualisierter Geoinformationen. Ein zweiter Slot informiert über die Plattform smarticipate als Grundbaustein der Smart City. Und ein dritter Vortrag berichtet darüber, wie Städte den neuen Ansatz zu mehr Transparenz und Beteiligung beurteilen. (Vortragsblock Smart Cities – Entscheidungsunterstützung und Bürgerbeteiligung, Mittwoch, 12.10. ab 16 Uhr).

Das Fraunhofer IGD stellt aus auf Stand Nummer E4.031 in Halle A2.

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