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Langzeitarchivierung, Rechte- und Nutzungsverwaltung Die Digitale Behördenbibliothek

Autor / Redakteur: Maria Göckeritz, Stefan Goetz / Gerald Viola

Der Beitrag enthält konzeptionelle Überlegungen zum Aufbau einer Digitalen Behördenbibliothek, die mit ihrem strukturierten und behördenspezifischen Angebot einen Beitrag zum Wissensmanagement leistet.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Um es vorwegzuschicken: Es wäre verfehlt, die Diskussion „Bytes versus books“ oder „Digital versus Papier“ an dieser Stelle zu führen. Auch in Zukunft wird die Behördenbibliothek eine „hybride“ Bibliothek bleiben, in der die Versorgung der Mitarbeiter mit Informationen in Papierform und digital gleichermaßen bewältigt werden muss. In den kommenden Jahren wird es aber immer mehr darauf ankommen, die Wege der Informationsversorgung den Erfordernissen der Informationsgesellschaft anzupassen.

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Das heterogene Informationsangebot im Internet ist jedoch Chance und Herausforderung zugleich. Einerseits ist die Vielzahl der Informationen die Grundlage für schnelle Erfolge bei der Informationssuche, andererseits lenkt sie den Suchenden häufig ab. Sie zwingt ihn dazu, relevante von irrelevanter, seriöse von unseriöser und sachlich richtige von sachlich falscher Information zu unterscheiden. Die Bewältigung der „Informationsflut“ beansprucht stets aufs Neue die Aufmerksamkeit – Aufmerksamkeit, die dann für konzentriertes Arbeiten an anderer Stelle fehlt.

Bibliothekare als Lotsen

Behördenbibliotheken sind Bestandteil eines Modernisierungsprozesses, der durch eine sich wandelnde Wissensrezeption in der Verwaltung gekennzeichnet ist. Insbesondere beim Management des „externen Wissens“ können Bibliothekare dem Nutzer Orientierung bieten. Sie schaffen durch zielgerichtete Auswahl, Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen hochwertige Informationsangebote. Ihre Onlinekataloge vermitteln direkten Zugang zu Informationsquellen. Elektronische Inhaltsverzeichnisse und Abstracts liefern wichtige Zusatzinformationen und RSS-Feeds können für personalisierte Profildienste eingesetzt werden. Studium und Berufspraxis qualifizieren Bibliothekare, den Mitarbeitern diese Kompetenz (Information Literacy) zu vermitteln.

Kernfunktionen

Laut Wikipedia ist die Digitale Bibliothek „... eine organisierte, dauerhafte Sammlung von digitalen Inhalten, die ihren Nutzern nach festgelegten Regeln und in definierter Qualität spezielle Dienste für diese Inhalte bereitstellt.“ Digitale Medien eröffnen neue Möglichkeiten der Publikation und der Nutzung, stellen aber auch die Behörden und ihre Bibliotheken vor neue Herausforderungen, wie die Bewahrung von Dokumenten.

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