Bundeskabinett beschließt IT-Konsolidierung

Die Bundesverwaltung geht mit ihrer Informationstechnologie in die Cloud

| Redakteur: Manfred Klein

Schäuble, de Maizière und Maas (v.l.n.r.) bei der Kabinettsitzung
Schäuble, de Maizière und Maas (v.l.n.r.) bei der Kabinettsitzung (Bild: BMI/Henning Schacht)

Worüber in der Branche schon lange gemunkelt wurde, das ist nun eingetreten: Die Bundesregierung hat die Konsolidierung der IT der Bundesverwaltung auf Grundlage eines vom Bundesinnenminister vorgelegten Grobkonzepts beschlossen. Das Programm sieht zum Teil einschneidende Maßnahmen vor.

Zur Begründung der lange diskutierten und vermutlich schon lange überfälligen Entscheidung fand die Bundesregierung ungewöhnlich blumige Worte: „In der IT bedeutet Stillstand Rückschritt. Nicht nur die Wirtschaft, auch der Staat muss seine Informationstechnik flexibel und zukunftssicher aufstellen.“

Die Sicherheit und Handlungsfähigkeit des Staates hingen davon ab, dass die staatliche IT mit höchster Kompetenz weiterentwickelt und qualitativ hochwertig und sicher betrieben werde. Doch sei die IT-Landschaft des Bundes mit ihren gewachsenen Struktur diesen Anforderungen der digitalen Welt auf Dauer nicht gewachsen.

„Die Bundesregierung hat darauf reagiert und eine umfassende Konsolidierung der IT des Bundes beschlossen“, heißt es weiter dazu.

Zur Neuaufstellung der IT des Bundes seien weitreichende organisatorische und technische Maßnahmen notwendig. Der Bund will daher, um diese Ziele zu erreichen, seine Kräfte in der IT bündeln und dazu

  • den IT-Betrieb der unmittelbaren Bundesverwaltung bis 2022 stufenweise in ein bis zwei IT-Dienstleistern an wenigen Standorten konzentrieren (Betriebskonsolidierung),
  • die Entwicklung von häufig im Bund benötigten IT-Anwendungen und -Diensten zusammenfassen und eine Bundescloud aufbauen (Anwen-dungskonsolidierung) und
  • die IT-Beschaffung in wenigen Stellen der Bundesverwaltung zusammenführen (Beschaffungsbündelung).

Mit der Umsetzung der IT-Konsolidierung Bund wird zudem ein ressortübergreifendes, aus zunächst sechs Teilprojekten bestehendes Projekt eingerichtet. Das gesamte Projekt wird von der Bundes­beauftragten für IT (BfIT) im Bundesinnenministerium geleitet.

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