Wie nutzen Kommunen Social Media?

Die Berührungsängste schwinden

| Redakteur: Manfred Klein

So führe letztere auch dazu, dass der Einsatz von Social Media bisher kaum in die „gesamtstädtische Zielplanung und/oder Fachplanung“ integriert werde. Um eine entsprechende Verknüpfung zu erreichen, sei ein umfassendes Konzept für ein kommunales Kommunikationsmanagement erforderlich. „Dann wird rasch deutlich, dass die besonderen Eigenschaften von Social Media – Dialogorientierung, unprätentiöse Sprache, Schnelligkeit, Ansprache bestimmter Zielgruppen – einen wichtigen Beitrag zur kommunalen Kommunikation und Zusammenarbeit leisten und einen Nutzen für die Kommunen erzielen kann“, so die Autoren.

Gleiches gelte für den Einsatz von Social-Media-Instrumenten. „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Fokus dabei insbesondere auf die nach außen gerichtete Kommunikation mit den Bürgern liegt. Dabei setzen Kommunen vor allem auf die Mainstream-Instrumente wie Foto- und Video-Plattformen und soziale Netzwerke. Viele andere Instrumente, wie Wikis und Blogs, werden weniger genutzt. Auch hier müssen in Zukunft weitere Instrumente abseits des Mainstreams auf ihr Potenzial für die Verbesserung von Prozessen hin überprüft werden. Dies gilt insbesondere für die internen Verwaltungsprozesse. Hier gilt es, in Zukunft Pilotprojekte problem- und fachbezogen zu initiieren und die Erfahrungen auf vergleichbare Szenarien anzuwenden.“

Zudem bräuchten Social-Media-Instrumente, um ihre Wirkung optimal entfalten können, professionelle Rahmenbedingungen. „Social ­Media ist kein neuer Verlautbarungskanal der Pressestelle oder des Marketings.

Es ist ein Kanal, um mit anderen Menschen, seien es Beschäftigte, Bürger oder Mitarbeiter anderer Verwaltungsstellen, in einen offenen und direkten Dialog zu treten und/oder mit ihnen zusammenzuarbeiten“, heißt es dazu in der Gemeinschaftsstudie.

Auch brauche der erfolgreiche Einsatz von Social Media eine entsprechende Führungsweise und in Abhängigkeit dazu eine entsprechende Vertrauenskultur. „Gemeint ist eine Führung, die geprägt ist von einem ethischen, wertschöpfenden und gemeinwohlorientierten Verhalten.“

Fazit

Eine solche Form der Public-Leadership-Führung umfasse das Gestalten, Entwickeln und Lenken der Organisation. „Dazu gehören das Verhalten innerhalb der Zivilgesellschaft sowie gegenüber den Mitarbeitern.“

Es bleibt festzuhalten, dass es den Kommunen vor allem an fundierten Basisinformationen und an der handwerklichen Beherrschung sozialer Netze fehlt. Beratung vonseiten der Politik und der Spitzenverbände ist also nach wie vor gefragt.

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