Statement von Robert Schmitz, Qlik

Die Bedeutung von Daten für die Polizeiarbeit

| Redakteur: Ira Zahorsky

Big Data wird für die Polizeiarbeit immer wichtiger.
Big Data wird für die Polizeiarbeit immer wichtiger. (© meenkulathiamma - stock.adobe.com)

Anlässlich des 22. Europäischen Polizeikongresses wurde unter anderem die Bedeutung von Big Data im Zusammenhang mit der Strafverfolgung diskutiert. Robert Schmitz von Qlik erläutert in seinem Statement die Dringlichkeit der Thematik.

Auf dem 22. Europäischen Polizeikongress wurde unter dem Motto „Big Data bei der Polizei“ über die Bedeutung von Daten für die Polizeiarbeit diskutiert. Das ist auch dringend geboten. Denn unsere Strafverfolgungsbehörden sind inzwischen mit erheblichen Widrigkeiten konfrontiert: Herausforderungen wie die Zunahme komplexer und Cyber-bezogener Fälle, knappe Ressourcen oder enge Personalausstattung zwingen zum Umdenken. Doch darin liegen Chancen, und in Berlin sehen wir innovative Führungskräfte, die sich mit der Digitalisierung und der stetig wachsenden Datenflut aus der Perspektive von Predictive Analytics und Visualisierung befassen.

Automatisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Echtzeit-Analysen spielen dabei eine wachsende Rolle. Denn die Einsatzkräfte treffen tagtäglich wichtige, oft riskante Entscheidungen. Die Verwendung von Daten, die der Polizei zur Verfügung stehen, ist dabei ein Teil des Tagesgeschäfts, und zum Glück braucht es dazu immer weniger zeitraubende manuelle Prozesse. Daten werden automatisiert gesammelt, es entsteht eine zentrale Datenbasis, mit der alle arbeiten können – und damit eine „Single Source of Truth“, also ein einheitliches, digitales Erkenntnis-Fundament von hoher Datenqualität.

Robert Schmitz ist Area Vice President Southern Europe and Russia bei Qlik.
Robert Schmitz ist Area Vice President Southern Europe and Russia bei Qlik. (Bild: Qlik)

Natürlich ist die Datenfülle immens, und auch die Systeme werden immer potenter. Vorausschauende Datenanalyse automatisiert dennoch nicht die Polizeiarbeit von A bis Z, das ist auch gar nicht das Ziel. Die datenbasierte Arbeit befähigt die Beamten vielmehr durch eine erweiterte Perspektive: indem sie ihnen zeitnah präzise Informationen zur Verfügung stellt, die ihre Entscheidungen unterstützen. Die Strafverfolgungsbehörden müssen aktuelle Technologien unkompliziert nutzen, um konkrete Probleme datenbasiert zu lösen. Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden profitieren von der „demokratisierten“ Arbeit mit Daten – denn die digitalen Informationen helfen ihnen, traditionelle Methoden der Strafverfolgung zu erweitern und bessere polizeiliche Entscheidungen zu treffen.

Die Avon and Somerset Police Constabulary in UK und Drogenbekämpfungs-Kräfte im kanadischen Surrey machen es vor: Von Gefährder-Analysen bis zur Analyse von Abwasser-Daten auf Rauschgift-Rückstände hin, geschieht dort schon viel Ermittlungs- und Präventionsarbeit datenbasiert.

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