Wie IT kommunale Ämter und Behörden leistungsfähiger macht

Die Basis bürgerfreundlicher Kommunen

| Autor / Redakteur: Tim Austermann & Reinhard Barton / Susanne Ehneß

In Sachsen erleichtern Städte wie Dresden oder Görlitz ihren Bürgern den Behördengang bereits mit digitalen Mitteln
In Sachsen erleichtern Städte wie Dresden oder Görlitz ihren Bürgern den Behördengang bereits mit digitalen Mitteln (Pixelot - Fotolia.com)

Initiativen für einen besseren Bürgerservice durch IT gibt es an vielen Orten schon seit Jahren. Erfolgreich sind sie vor allem dort, wo sie die Effizienz in den Abläufen der Kernverwaltung steigern. Denn nur so lässt sich aus den begrenzten Ressourcen der Kommunen angesichts steigender Anforderungen tatsächlich ein Mehrwert für Bürger und Firmen generieren.

Weite Wege, unklare Zuständigkeiten und lange Wartezeiten an verschiedenen Stellen, um eine einzige Angelegenheit zu erledigen – so oder ähnlich sieht der typische Behördengang in der Vorstellung vieler Bürger aus. Dabei ist die Doppik, die Behörden befähigen sollte, „kundenorientiert“ zu handeln, in den meisten Kommunen bereits eingeführt.

Auch die Bedeutung des Bürgerservice ist längst in den Kommunen angekommen. Manchen Behörden bieten beispielsweise die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern außerhalb der üblichen Bürozeiten mithilfe von Call Centern an. Insbesondere in kleineren Kommunen lassen sich derartige Angebote jedoch aufgrund der begrenzten personellen Ressourcen nicht stemmen. Hinzu kommt: Der demografische Wandel wird die Situation in den kommenden Jahren noch verschärfen.

Bürgerterminals

Viele Behörden arbeiten deshalb intensiv an der Digitalisierung der Kommunikation und Interaktion mit dem Bürger. So lassen sich etwa am „Bürgerterminal“ der Stadt Bremerhaven Angelegenheiten im Meldewesen, Personenstands- oder Ausländerwesen auch außerhalb der Bürozeiten erledigen.

Im Freistaat Sachsen erleichtern Städte wie Dresden oder Görlitz und andere Kommunen ihren Bürgern den Behördengang ebenfalls mit digitalen Mitteln. So können Bürger am Bürgerterminal Anträge rechtsverbindlich einreichen und Gebühren bargeldlos bezahlen.

Darüber hinaus ermöglichen mobile „Bürgerkoffer“, die ebenfalls in Sachsen, aber beispielsweise auch in Recklinghausen getestet werden, dass Verwaltungsmitarbeiter Personen mit eingeschränkter Mobilität zu Hause aufsuchen und deren Anliegen per Notebook vor Ort online erledigen.

Der Anfang ist gemacht

Für eine nachhaltige Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit benötigen Kommunen mehr als öffentlichkeitswirksame Prestige-Projekte. Gefordert ist eine Modernisierung der Kernprozesse in der Verwaltung. Denn nur mit einer einheitlichen, standardisierten Plattform für die zahlreichen unterschiedlichen Fachverfahren lassen sich kommunale Dienstleistungen dauerhaft zu vertretbaren Kosten bereitstellen.

Und dazu gehören neben der, unzweifelhaft wichtigen, Kommunikation mit dem Bürger vor allem wertschöpfende und werterhaltende Aufgaben, wie etwa die Abrechnung von Leistungen, die Verwaltung von Grundstücken und Gebäuden, das Management von Fuhrparks und Personal sowie das Beschaffungswesen.

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