Messe „INTERGEO“

Die Ära der Städte hat gerade erst begonnen

| Redakteur: Susanne Ehneß

Die Digitalisierung der Städte ist in vollem Gange
Die Digitalisierung der Städte ist in vollem Gange (© zhu difeng - stock.adobe.com)

Auf der INTERGEO können sich Städte und Kommunen über Smart-City-Lösungen informieren.

Laut jüngsten Zahlen der Vereinten Nationen werden im Jahr 2050 rund drei Viertel der Menschen weltweit in Städten leben. Und einer auf dem Statistik-Portal „Statista“ veröffentlichen Studie zufolge wird Deutschland diesem Trend sogar vorangehen. Denn danach werden deutschlandweit bereits im Jahr 2030 rund 78,6 Prozent der Bevölkerung in Städten leben.

Eine ganze Generation Stadtplaner und -entwickler, Verkehrs- und Umweltexperten, Kommunalpolitiker und städtische Energieanbieter, aber auch Forschungsinstitutionen und EU-Projekte widmen sich daher der Frage, wie Städte auf diesen weiteren Bevölkerungsdruck vorbereitet werden können.

Individuelle Städte

Damit Städte attraktive und anpassungsfähige Lebensräume bleiben, wird allerorten daran gearbeitet, aus Städten mithilfe moderner IT „Smart Cities“ zu kreieren. Doch was genau bedeutet das? Welche Segmente städtischen Lebens sind davon betroffen? Und wie reagieren die Bürger auf diese Digitalisierung ihrer Lebensumwelt? Keine dieser Fragen ist eindeutig zu beantworten, denn jede Stadt ist ein Individuum, mit eigenen Voraussetzungen und Herausforderungen.

Am Anfang einer jeden Smart City­ sollte daher die Analyse der lokalen Besonderheiten und der Ziele stehen, die die Kommunen und deren Bürger verfolgen. Es gilt vielfältige Daten zu erheben und mit den vorhandenen zu analysieren. Hier wird der Basisfunktion von Geodaten eine herausragende Bedeutung zugemessen.

Messe zum Thema

Die Messe INTERGEO, die vom 16. bis 18. Oktober 2018 in Frankfurt stattfindet, ist eine internationale Expo für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. Sie bietet auch in diesem Jahr einen Themenschwerpunkt für Smart Cities und hat dazu einen eigenen Messebereich: die „SMART CITY SOLUTIONS (SCS)“. Hier können sich die Verantwortlichen für Stadtentwicklung, Mobilität und Umwelt aus Städten und Gemeinden mit Anbietern von Smart-City-Tools austauschen.

Speziell werden Stadt-/Raumplaner, Verkehrsplaner, Versorger & Entsorger, Dienstleister im Bereich Stadtentwicklung, Ingenieur- und Stadtplanungsbüros, Architekten, Forschungseinrichtungen sowie die Öffentliche Verwaltung (Stadtentwicklung/Stadtplanung, Wirtschaftsförderung, Tourismus, kommunale Energieversorger) angesprochen.

Die SCS gliedern sich in folgende Bereiche:

  • SCSEXPO: Fachmessebereich mit Ausstellern wie Robert Bosch GmbH, Mitsubishi Electric oder MVV Energie AG,
  • SCSFORUM: Vortragsbereich mit Vorträgen von beispielsweise Joachim Schonowski (Telekom Innovation Laboratories) und Dr. Rüdiger-Walter Henn (Robert Bosch GmbH),
  • SCSPLAZA: World Café für ­Städte – hierzu nehmen Repräsentanten aus Stadtentwicklung, Verkehrsplanung, Wirtschaftsförderung und Stadtwerken teil. Gastgeber der World-Café-­Tische sind u. a. Roland Berger Holding GmbH, der eco Verband und das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung.

Die Themenschwerpunkte des Messebereichs SCS sind laut Veranstalter:

  • Smart Governance: Umsetzung, Bürgerbeteiligung, öffentliche Sicherheit, Datensicherheit;
  • Smart Mobility: Verkehrsinfrastruktur, alternative Mobilitäts- und Transportkonzepte, autonomes Fahren, ÖPNV;
  • Smart Technology: Datenerfassung, -analyse, -infrastruktur, Kommunikationssysteme;
  • Smart Environment: Alternative Energiekonzepte, Nachhaltigkeit, Stadtplanung. Infrastruktur;
  • Smart Citizens: Bürgertools, Bürgergadgets;
  • Smart Living: Nachhaltige und vernetzte Gestaltung von öffentlichen Flächen.

Thomas Müller und Bart Gorynski von der Internet-Plattform „bee smart city“, Aussteller und Panel-Organisator auf der SCS, definieren Smart City als ein Ökosystem von Lösungen: „Und da es auf der SCS im Kern genau darum geht, die vielen Facetten der Smart City zu beleuchten und Anbieter und Städte zusammenzubringen, freuen wir uns, die SCS tatkräftig zu unterstützen.“

Das japanische Unternehmen ­Mitsubishi Electric stellt ebenfalls Smart-City-Lösungen vor. Ein ­Mobile Mapping System und automatisierte Mapping-Technologien versteht Mitsubishi als Basis für autonomes Fahren, effizientes Infrastruktur-Management und Katastrophen-Vorsorge.

Kongressthema Smart City

Auch im INTERGEO KONGRESS zieht sich das Thema an allen drei Konferenztagen durch das Programm. Die Programmblöcke „Kommunen und Digitalisierung“, „Smart City“ und „Lighthouse ­City Deutschland“ begleiten den Prozess der Smartwerdung der Städte und betonen die Bedeutung von Geoinformationen im Gesamt­prozess.

Für Öffentliche Verwaltungen spannende Vorträge könnten beispielsweise sein:

Dienstag, 16.10.2018, 11 bis 12.30 Uhr: „Kommunen und Digitalisierung“ mit folgenden Vorträgen:

„Geoinformation in der Kommune 4.0 – Ausgewählte Aspekte zur digitalen Transformation“ von Rolf-Werner Welzel, Vorsitzender der DST-Fachkommission Geoinformation, Vermessung und Bodenordnung, Geschäftsführer LGV Hamburg;

„Vom kommunalen GIS zur Urban Platform“ von Thomas Eichhorn, Leiter DST-AK Geoinformation, Geschäftsbereichsleiter LGV Hamburg, CDO LGV;

„Open GeoData – Spricht doch nichts dagegen, oder?“ von Dr. Maren Fröhlich, Mitglied in der DST-Fachkommission Geoinformation, Vermessung und Bodenordnung; Bereichsleitung Geoinformation im Fachbereich Planen und Stadtentwicklung Hannover.

Mittwoch, 17.10. 2018, 14 bis 15.30 Uhr: „Smart City“ mit folgenden Vorträgen:

„4D Construction Sites – Full-Lifecycle benefits for buildings“ von Michael Dormann, Multivista part of Hexagon;

„BIM und GIS – aktuelle operative Beispiele“ von Dr. Andreas Carstens, Esri Deutschland GmbH;

„FabSpace 2.0 Darmstadt“ von Sascha Heising, Cesah, Projektleiter FabSpace 2.0.

Mittwoch, 17.10.2018, 16 bis 17.30 Uhr: „Neue Technologien in der digitalen Stadt“ mit folgenden Vorträgen:

„Der Standard XPlanung/XBau“ von Dr. Kai-Uwe Krause, Leiter der Leitstelle XPlanung/XBau LGV Hamburg;

„Masterportal der Freien und Hansestadt Hamburg“ von Dirk Rohrmoser, Teamleiter LGV Hamburg;

„Sensortechnologie in der digitalen Stadt“ von Dr. Dirk Fischer, Urban Data Hub Hamburg.

Donnerstag, 18.10.2018, 11 bis 12.30 Uhr: „Lighthouse City Deutschland“ mit den Vorträgen:

„GrowSmarter – nachhaltige Stadtentwicklung in Köln-Mülheim als Modell für die Zukunft“ von Elisabeth Dürr, Stadt Köln/Büro der Oberbürgermeisterin;

„Smarter Together: München als Stadt von morgen“ von Markus Mohl, Kommunalreferat, Geo­datenservice München.

Links zur Messe

Mehr Infos zu SMART CITY SOLUTIONS gibt es online HIER.

Mehr Infos zur INTERGEO gibt es online HIER.

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