IoT-Infrastruktur

Die 25+ smartesten Städte der Welt

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Susanne Ehneß

Boston - Kultur-, Finanz- und Hochtechnologiezentrum an der amerikanischen Ostküste - gehört zu den smartesten Städten der Welt.
Boston - Kultur-, Finanz- und Hochtechnologiezentrum an der amerikanischen Ostküste - gehört zu den smartesten Städten der Welt. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Intelligente Stadtprojekte liegen weltweit im Trend, aber viele dieser Smart-City-Initiativen befinden sich noch in einem relativ frühen Stadium. 25 Smart Cities hat der Newsdienst IoTI Informer des IoT Institute zusammengestellt. Wir präsentieren diese in Kurzporträts, dazu die „digitalste“ Stadt Deutschlands.

Von Smart City ist viel die Rede. Aber was macht eine Stadt smart bzw. intelligent? Schnelles Internet bzw. eine gut entwickelte IoT-Infrastruktur? Alles richtig. Doch die Vorstellung davon, was eine intelligente Stadt intelligent macht, geht weiter und ist wesentlich komplexer. In einer Smart City werden moderne Technologien aus den Bereichen Energie, Mobilität, Stadtplanung, Verwaltung und Kommunikation so miteinander vernetzt, dass sich die Lebensqualität für die Bewohner steigert.

Die 25 intelligentesten Städte der Welt plus die digitalste Stadt Deutschlands:

Im Vergleich zur „herkömmlichen“ Stadt soll die Smart City effizienter, nachhaltiger und fortschrittlicher sein. Die Probleme, die aus dem demografischen Wandel, dem Bevölkerungswachstum, der Umweltverschmutzung, dem Klimawandel und der Verknappung von Ressourcen entstehen, geht die intelligente Stadt mit innovativen Konzepten und neuen Technologien an. Durch die ständige Interaktion der Einwohner mit den sie umgebenden Technologien verschmelzen menschliche Aspekte und Technik und bilden eine gemeinsame Infrastruktur. Dabei kommen unter anderem aktuelle ITK-Technologien (Sensortechnik, Connectivity-Lösungen und IoT-Technologien) zum Einsatz mit dem Ziel, die Ressourcen zu schonen, die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Wirtschaft zu verbessern und die Lebensqualität für alle Bewohner zu heben.

Als zentrale Themen der Smart City lassen sich folgende Bereiche festhalten:

  • Mobilität und Infrastruktur,
  • Energieeffizienz,
  • Umwelt- und Ressourcenschonung,
  • wirtschaftliche Attraktivität,
  • bürgerfreundliche Verwaltung,
  • Lebensqualität für Bewohner.

Smart-City-Konzepte tangieren viele Bereiche moderner Städte. Eines der erklärten Ziele im Energiesektor ist es, sich langfristig von fossilen Energieträgern zu lösen, alternative Konzepte der Energieversorgung zu entwickeln und die Elektromobilität zu etablieren. Die Vernetzung im Bereich Infrastruktur, Mobilität und Energie in einer smarten Stadt schafft zusätzliche Synergien. Bürger werden aktiv in die Maßnahmen eingebunden und beteiligt.

Dazu wird die Smart City zu einer mit Sensoren ausgestattet, die eine Fülle von Daten generieren, Sie wird auf diese Weise zu einer Art „Internet der Dinge und Dienstleistungen“. Die per Sensorik gewonnenen Daten werden analysiert und über die Cloud den einzelnen Bereichen und Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Digitale Systeme steuern ganze Infrastrukturen in Echtzeit oder Gebäudestrukturen werden zu Energielieferanten.

Auch die komplette Öffentliche Verwaltung sieht sich in einer Smart City als Dienstleister und Anbieter innovativer städtischer Leistungen und bindet die Bewohner intensiv in ihre Aktivitäten und Services mit ein. Dazu zählen auch die öffentliche Sicherheit und der Gesundheitsversorgung, die ebenfalls einer umfassenden Digitalisierung unterzogen werden.

Smart City: ein Turbo für Netzwerk-Security

Die Stadt der Zukunft ist vernetzt und smart. Wichtige Wachstumstreiber in der Smart City sind verstärkte Investitionen in IT-Sicherheit und Netzinfrastruktur. Allein dem Bereich „Kommunikationsdienste & Netzwerksicherheit“ wird deshalb in den nächsten fünf Jahren ein durchschnittliches Wachstum von über 13 Prozent prognostiziert, 2017 lag das Umsatzvolumen in diesem Bereich bei rund 3,5 Milliarden Euro in Deutschland. „Sichere und schnelle Netzwerkverbindungen sind integraler Bestandteil der Städte von morgen“, sagt Markus Schaffrin, Sicherheitsexperte und Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services im eco – Verband der Internetwirtschaft. „Sie schützen vorhandene Infrastruktur effektiv vor Cyberangriffen und sorgen für einen stabilen und kosteneffizienten Datenverkehr.“

Netzwerk-Services inklusive Beratung, Implementierung und Wartungsarbeiten machen bereits heute rund 75 Prozent der Umsätze mit Netzwerk-Sicherheit aus. Doch nicht nur hier sind die Wachstumszahlen zweistellig: Im gesamten Smart-City-Ökosystem erwarten eco und Arthur D. Little in den nächsten Jahren ein enormes Umsatzwachstum von jährlich 16,5 Prozent – von 20,4 auf 43,8 Milliarden Euro. Das stellt die Studie „Der deutsche Smart-City-Markt 2017–2022. Zahlen und Fakten“ fest. Das Wachstum erstreckt sich auf zehn Marktsegmente mit meist zweistelligen jährlichen Wachstumsraten. 65 Prozent des gesamten Smart-City-Marktes 2017 machen die vier Segmente Transport & Logistik, Kommunikationsdienste & Netzwerksicherheit, physische Sicherheit sowie Gebäudeautomatisierung aus.

Wachstumsbereiche sind neben Netzwerksicherheit auch öffentliches Internet (WLAN) und Glasfaserinfrastruktur. So verdoppelt sich die Anzahl der Hotspots von aktuell circa drei Millionen bis 2022 auf rund sechs Millionen. Die Anzahl der Haushalte mit direktem Glasfaseranschluss (FTTH) wird sich von etwa eine Million bis 2022 vervielfachen auf etwa zwei Millionen. Dies entspricht einer FTTH Penetration von etwa sechs Prozent der deutschen Haushalte im Jahr 2022. Die Studienautoren erwarten, dass die Preise für den Glasfaseranschluss für die Haushalte weiter nachgeben.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Industry of Things.

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