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Interview Dialog zwischen Verwaltung und Wirtschaft

| Redakteur: Manfred Klein

Der CIO Bayerns, Franz Josef Pschierer, nutzte die IT-Innovationstage München, um den Kontakt zur bayerischen Wirtschaft zu intensivieren. Im nächsten Jahr soll der Kongress weiter ausgebaut werden.

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Franz Josef Pschierer, CIO des Freistaats, will die IT-Innovationstage dazu nutzen, den Standort Bayern zu stärken
Franz Josef Pschierer, CIO des Freistaats, will die IT-Innovationstage dazu nutzen, den Standort Bayern zu stärken
( Archiv: Vogel Business Media )

eGovernment Computing sprach mit dem bayerischen CIO und Prof. Helmut Krczmar von der TU München über mögliche Konzepte für das kommende Jahr.

Herr Prof. Dr. Krcmar, immer häufiger scheint es so, als würde eGovernment auch unter technischen Aspekten weniger von den Eigenentwicklungen der IT-Hersteller, sondern von den Anforderungen der Öffentlichen Verwaltung bestimmt. Teilen Sie diese Einschätzung und welche Rolle spielen in dem dazu erforderlichen Gedankenaustausch Veranstaltungen wie die IT-Innovationstage München?

Krcmar: Es ist Ausdruck marktlicher Normalität, wenn Kunden große Bedeutung erhalten. Im eGovernment wird immer deutlicher, dass die damit verbundene Modernisierung in der Verwaltung selbst und ihren Schnittstellen zu Bürgern, Wirtschaft und untereinander in gemeinsamer Abstimmung von Nachfrage nach und Angebot von Lösungen vorangebracht werden kann. Im Umfeld von eGovernment sind aber nicht nur die einzelnen Verwaltungen und die IT-Anbieter, sondern auch der Gesetzgeber auf allen Ebenen Rahmen setzend aktiv. Damit wird auch die Bedeutung der IT-Innovationstage München deutlich: Ohne intensive Kenntnis der Marktteilnehmer auf Nachfrage- und Angebotsseite wird die erforderliche Synchronisierung nicht erreicht.

Die Veranstaltung hatte es sich zum Ziel gesetzt, den Dialog zwischen Verwaltungen, Wirtschaft und Wissenschaft zu intensivieren, um so einen Beitrag zum Wirtschaftsstandort Bayern und zur Entwicklung von eGovernment zu leisten. Das Programm der Veranstaltung folgte jedoch einer relativ konservativen Konzeption. Was soll im kommenden Jahr geändert werden? Würden ein wissenschaftlicher Begleitkongress und Arbeitsgruppen dem Ziel der Veranstaltung gerechter werden?

Krcmar: Mit der Resonanz auf die Vorträge zum eGovernment waren wir sehr zufrieden. Zur Abstimmung von Angebot und Nachfrage gehört ja auch das detaillierte Kennenlernen von Leistung, Entwicklungsplänen und Anforderungen. Die positive Resonanz und die spannenden Inhalte machen uns Mut, weitere Verbesserungen anzugehen. So können wir uns vorstellen, gemeinsam mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft Digital Government den Diskussionsprozess und die innovativen Vorstellungen aus der Wissenschaft einzubringen. Ob als Begleitveranstaltung oder in eher eingebetteter Form werden die Gesellschafter gemeinsam entscheiden. Auch neue Formen aus den Open-Innovation-Ansätzen bis hin zu Intensiv-Workshops werden wir sicher prüfen. Wichtig erscheint mir, dass die Zeiteffizienz durch viele kurze, einen Überblick gebende Beiträge beibehalten wird und zugleich die Vernetzung der Akteure gefördert wird.

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