eArztbrief

DGN schnürt eHBA-Paket neu

| Autor: Ira Zahorsky

Handschriftlich hat ausgedient: Das DGN bietet jetzt eine eArztbrief-Komplettlösung
Handschriftlich hat ausgedient: Das DGN bietet jetzt eine eArztbrief-Komplettlösung (Bild: Pixabay_/mufidpwt)

Beim neuen eHBA-Paket liegt der Fokus auf der eArztbrief-Anwendung. Diese wird im kommenden Jahr bundesweit gefördert, wenn der eArztbrief mit dem eHBA qualifiziert signiert wird.

Am 30. September 2016 endete der inzwischen technisch veraltete Praxis-Kommunikationsdienst D2D nach 15 Jahren Laufzeit. Diese Gelegenheit hat das Deutsche Gesundheitsnetz (DGN) genutzt, um sein eHBA-Paket neu zusammenzustellen.

Es enthält nun alle Komponenten, die der Arzt für das Signieren und sichere Versenden elektronischer Arztbriefe benötigt:

  • einen KV-SafeNet-Anschluss samt Zugangsgerät,
  • einen elektronischen Arzt- bzw. Heilberufsausweis (eHBA) mit passendem Kartenlesegerät und Signatursoftware sowie 24 Monate Wartung und Support,
  • den Kommunikationsdienst KV-Connect (statt D2D).

Die DGN GUSbox S wurde durch die leistungsstärkere DGN GUSbox S+ ersetzt, die zudem eine KV-Connect-Schnittstelle enthält.

„Das bisherige eHBA-Paket wurde vorwiegend von Ärzten der KV Nordrhein genutzt, die für digital signierte Quartalsbrechnungen eine Ermäßigung der Verwaltungskosten erhalten“, berichtet DGN-Geschäftsführer Armin Flender. „Beim neuen Paket liegt der Fokus auf der eArztbrief-Anwendung, die im kommenden Jahr bundesweit gefördert wird.“ Laut eHealth-Gesetz zahlen die Krankenkassen ab 1.1.2017 eine Pauschale von 55 Cent pro elektronischen Arztbrief, wenn dieser mit dem eHBA qualifiziert signiert, das heißt rechtsverbindlich unterzeichnet und mittels sicherer elektronischer Verfahren versendet wird.

Als sicheres Übermittlungsverfahren hat sich der Kommunikationsdienst KV-Connect bewährt, mit dem nach Angaben der KV Telematik GmbH bereits rund 45.000 Arztbriefe online ausgetauscht wurden. Mit der DGN GUSbox lassen sich eArztbriefe direkt aus dem Primärsystem per KV-Connect versenden. Das zertifizierte KV-SafeNet-Zugangsgerät wickelt den Versand vollständig ab – von der Erstellung des PDF/A-Dokuments über die qualifizierte elektronische Signatur des Arztbriefs bis hin zur verschlüsselten Übermittlung per KV-Connect. Der Empfänger kann anhand der mitgelieferten XML-Begleitdatei den Arztbrief nahtlos in die Patientenakte seines Primärsystems integrieren, auch wenn er ein anderes nutzt als der versendende Arzt.

Der eHBA von medisign ist von den Ärztekammern zugelassen und dient zudem als Sichtausweis nach Landesheilberufsgesetz. Dank Stapelsignatur-Funktion lassen sich bis zu 254 eArztbriefe zeitsparend mit einer einzigen PIN-Eingabe signieren.

Zur Medizinmesse MEDICA, die am 14. November startet, ist das neue eHBA-Paket erhältlich. Der Preis bleibt bei 29,90 Euro pro Monat. Hinzu kommt eine einmalige Gebühr von 95 Euro für das Kartenlesegerät, die Signatursoftware sowie für 24 Monate Wartung und Support.

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