Effiziente Hochschule

Dezentral zentralisiert

| Redakteur: Susanne Ehneß

Zentrum der ETH Zürich mit dem historischen Hauptgebäude und der charakteristischen Kuppel
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Zentrum der ETH Zürich mit dem historischen Hauptgebäude und der charakteristischen Kuppel (Bild: ETH Zürich)

An der ETH Zürich konnten die einzelnen Institute bislang selbst entscheiden. wie sie ihre IT aufbauen und betreiben wollen. Diese dezentrale Aufstellung der Hochschule mit ihren 16 Departementen machte eine Konsolidierung erforderlich, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu reduzieren.

Die „Eidgenössische Technische Hochschule Zürich“, kurz ETH Zürich, zählt knapp 18.000 Studenten und gehört laut internationalen Rankings zu den weltbesten Universitäten.

Um die zentrale Serverlandschaft und die Arbeitsplatz- und Serverinfrastrukturen in den Departementen, Instituten und Professuren effizient, flexibel und skalierbar zu betreiben, hat die Hochschule investiert: in eine Lifecycle-Management-Lösung, bestehend aus „Enterprise Linux“ und „Satellite“ von Red Hat.

Autonom geführt

Zuvor konnten die einzelnen Institute stets selbst entscheiden, wie sie ihre IT aufbauen und betreiben wollen. Diese autonom geführte Infrastruktur erforderte jedoch erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen. Gleichzeitig hat der zentrale Infrastrukturbereich „Informatikdienste (ID)“ den Auftrag, flexible und skalierbare Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie zu erbringen. Nun gibt es hier eine enge Zusammenarbeit mit den dezentralen IT-Organisationen und ein Angebot von gemeinsamen Werkzeugen zur Verwaltung der Arbeitsplatz- und Serverinfrastruktur.

Aktuell werden mit Client-Deployment-Systemen über 1.700 Red-Hat-Enterprise-Linux-Clients, 440 Fedora-Clients, 6.100 Windows-Clients und 800 OS-X-Clients verwaltet. Im Bereich Linux setzt die ID-Gruppe Client Delivery die Lösung „Red Hat Satellite“ ein.

Über die Plattform kann die Bereitstellung von Softwarepaketen und Updates, das Konfigurationsmanagement, die Provisionierung, das Monitoring sowie die vollautomatische Betriebssysteminstallation über das Netzwerk von physischen und virtuellen Red-Hat-Enterprise-Linux-Servern und -Desktops erfolgen.

Die Paketierung von Softwareprodukten ist ebenfalls Bestandteil. Dabei werden Softwareprodukte so vorbereitet, dass ein automatischer Installations- und Deinstallationsprozess ohne Benutzereingriffe möglich wird und ETH-spezifische Voreinstellungen und Konfigurationen vorgenommen werden.

Unabhängigkeit erhalten

„Die Automatisierung der Installationsprozesse erhöht zum einen die Qualität der Softwareverteilung und spart Zeit, Supportaufwand und damit Kosten“, freut sich Thomas Richter, Leiter der Gruppe Client Delivery an der ETH. „Mit dem Entscheid, das Produkt Red Hat Satellite als Basis für unsere Client-Delivery-Dienstleistung im Linux-Bereich zu verwenden, war es unsere Absicht, eine Zentralisierung und Konsolidierung der verschiedenen Deployment-Lösungen zu erreichen, ohne dass unsere Institute ihre Unabhängigkeit im IT-Bereich verlieren.“

Das Ziel, eine Zentralisierung mit Beseitigung von Ineffizienzen bei gleichzeitiger dezentraler Verlagerung administrativer Aufgaben zur Verwaltung von Rechnern zu schaffen, habe man nun erreicht.

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