Public Sector Parc 2009

Deutschland wird einfacher

02.03.2009 | Redakteur: Manfred Klein

Das Bundesinnenministerium nutzt auch in diesem Jahr den Public Sector Parc dazu, die aktuellen Entwicklungen aus den Bereichen eGovernment und Verwaltungsmodernisierung zu präsentieren. eGovernment Computing stellt ausgewählte Produkte, Initiativen und Lösungen vor.

Die CeBIT-Präsenz des Bundesinnenministeriums steht unter dem Motto „Deutschland wird einfacher“. Das Ministerium stellt auf seinem 653 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand B60 in Halle 9 über 50 verschiedene Projekte vor. So können sich Fachbesucher und Bürger zum Beispiel über die Entwicklung des elektronischen Identitätsnachweises im künftigen Personalausweis oder der geplanten De-Mail informieren. Darüber hinaus stellen die IT-Dienstleistungszentren des Bundesinnenministeriums, des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ihre Produkte und Services vor.

Und die Behörden des Bundes zeigen live ihre eGovernment-Angebote. Der Nutzen von eGovernment für Unternehmen und Bürger wird so greifbar. Die nationale eGovernment-Strategie Deutschland-Online präsentiert neue Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen.

Die anstehende Bundestagswahl, die Wirtschaftskrise und das damit verbundende Konjunkturprogramm sowie die auf dem 3. Nationalen IT-Gipfel der Bundesregierung gefassten Beschlüsse – etwa zur flächendeckenden Breitbandversorgung – werden dazu beigetragen haben, dass der Bund den Stand der Entwicklung in eGovernment und Verwaltungsreform umfassend im Public Sector Parc so umfassend darstellt. Denn auf dem Stand des Innenministeriums werden nicht nur alle wichtigen Projekte vorgestellt, hinzu kommt auch ein umfangreiches Vortrags- und Diskussionsprogramm. So referieren die vier Ressort-CIOs im Forum der Bundesregierung und der IT-Beauftragte der Bundesregierung, Dr. Hans Bernhard Beus. Staatssekretär Beus wird sich in seinem Vortrag vor allem damit beschäftigen, wie die nächsten Schritte bei der Umsetzung der IT-Steuerung des Bundes aussehen werden.

Deutschland-Online

Die Entwicklung der nationalen eGovernment-Strategie Deutschland-Online zeigt das Bundesministerium des Innern umfassend auf der Ausstellungsfläche C59. In Präsentationen, Vorträgen und Podiumsdiskussionen werden zudem die zentralen Vorhaben der Deutschland-Online-Strategie vorgestellt.

Zudem findet am 5. März der Thementag „Deutschland-Online“ statt. Neben der Sitzung des Arbeitskreises der eGovernment-Staatssekretäre sind dazu im Forum des Gemeinschaftsstandes der Bundesregierung folgende Highlights geplant:

  • Podiumsdiskussion der Staatssekretäre für eGovernment,
  • Vorträge zu den Projekten Standardisierung, Infrastruktur, XPersonenstand, XAusländer sowie Geodaten.

Am Stand werden insgesamt neun Vorhaben des Projektes Deutschland-Online genauer vorgestellt:

  • Im Bereich Infrastruktur, dessen Ziel es der Auf- und Ausbau einer effizienten Netzinfrastruktur für standardisierte und flächendeckende Verbindung der Verwaltungsnetze zu schaffen, werden die aktuellen Entwicklungen gezeigt.
  • Im Bereich der Standardisierungs-Vorhaben wird die Entwicklung und Bereitstellung von fachlichen Standards für den elektronischen Datenaustausch (XÖV-Standards) präsentiert. Ziel des Vorhabens ist es, elektronische Prozesse so zu unterstützen und zu koordinieren, dass diese effizient und in einheitlicher Weise umgesetzt werden können.
  • Kfz-Wesen: Das Projekt entwickelt organisatorische, rechtliche und technische Lösung, um die Fahrzeugregistrierung für Bürger und Wirtschaft durchgängig ohne Medienbruch online durchführen zu können.
  • Im Deutschland-Online-Vorhaben Nationale IT-Umsetzung der europäischen Dienstleistungsrichtlinie wurde ein Modell für die IT-Umsetzung der EG-Dienstleistungsrichtlinie entwickelt, das Länder und Kommunen bei ihren eigenen Projekten unterstützen kann.
  • Personenstandswesen und XPersonenstand: Durch die Einführung elektronischer Personenstandsregister anstelle der bisherigen Personenstandsbücher sollen künftig alle zur Beurkundung des Personenstandes eines Menschen erforderlichen Daten im Standesamt elektronisch erfasst und dauerhaft aufbewahrt werden. Auch hier können die beim Bund entwickelten Verfahren Mehrfachentwicklungen verhindern.
  • Deutschland-Online Geodaten verfolgt das Ziel, die heterogene Geoinformations-Landschaft in Deutschland zu harmonisieren und dies als gemeinsames Ziel auf allen drei Politikebenen zu verfolgen.
  • Im Projekt S.A.F.E. werden der derzeitige Adressierungsdienst sowie eine föderale und wirtschaftliche Kommunikationsinfrastruktur zur zentralen einmaligen Authentifizierung von Nutzern für eJustice und eGovernment-Anwendungen fortentwickelt.
  • Verbund Internetportale/Zuständigkeitsfinder: – behoerdenfinder.de: Ziel des Vorhabens ist es, einen gemeinsamen Service der Portale über Verwaltungsgrenzen hinweg aufzubauen – ausgerichtet an den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen.
  • EU-Benchmarking: In der wichtigsten europäischen Vergleichsstudie liegt Deutschland 2007 im eGovernment auf Platz 10 (Online-Reifegrad von eGovernment-Diensten). Darauf aufbauend soll bis 2010 eine Spitzenposition in Europa zu erreicht werden.

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