iD2010

Deutschland holt auf

31.08.2009 | Redakteur: Manfred Klein

Die Bundesregierung hat den Bericht zum Programm iD2010 – Informationsgesellschaft Deutschland 2010 – vorgelegt. Den Akteuren bescheinigt der Report eine positive Entwicklung.

Bereits 2006 hat die Bundesregierung ihre strategischen Ziele und zentralen Maßnahmen für den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Aktionsprogramm „Informationsgesellschaft Deutschland 2010“ (kurz iD2010) festgelegt und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gebeten, zum Ende der Legislaturperiode einen Bericht über die Umsetzung vorzulegen.

Der seitdem regelmäßig aktualisierte Fortschrittsbericht zeige, so das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), dass Deutschland bei der Gestaltung der Informationsgesellschaft in dieser Legislaturperiode einen großen Schritt vorangekommen sei.

Aus dem BMWi heißt es dazu: „Ein zentrales Ergebnis ist, dass Deutschland bei der Gestaltung der Informationsgesellschaft von 2006 bis 2009 eine erfolgreiche Entwicklung genommen hat. So nutzen heute schon gut zwei Drittel der Deutschen das Internet. Im Jahr 2006 war es erst die Hälfte der Bevölkerung. Zudem ist die Zahl der deutschen Haushalte, die Breitbandanschlüsse für den Zugang ins Internet nutzen, seit 2006 deutlich angestiegen. Sie liegt derzeit bei 57 Prozent.“

Damit nehme Deutschland im europäischen Vergleich nicht nur einen der vorderen Plätze ein, dieses Ergebnis des Fortschrittsberichts zeige auch, dass die Ziele des Programms iD2010 zur Versorgung der Bevölkerung mit Breitbandanschlüssen erreicht worden seien.

Breitband für alle

Etwas nüchterner liest sich dieser Befund im Bericht selbst. Dort heißt es: „Deutschland kommt mit einer Breitbandpenetration in deutschen Haushalten von 56 Prozent auf Platz zehn in Europa. Von den deutschen Internet-Haushalten verwenden 2008 65 Prozent eine Breitbandverbindung. Das Einwählen via ISDN oder gar Telefonmodem wird nur mehr von einer Minderheit genutzt. Dies geschieht vor allem dort, wo breitbandige Technologien noch nicht verfügbar sind oder bei nur sporadischer Internet-Nutzung.“

Die Autoren verweisen allerdings auch darauf, dass Deutschland mit insgesamt 23,4 Millionen Breitbandanschlüssen weltweit auf Platz vier hinter Japan liegt. Zudem weise Deutschland die höchste Wachstumsrate in Westeuropa auf. So sei die Anzahl der Anschlüsse im Jahr 2008 um 17 Prozent oder um 3,4 Millionen gewachsen.

Dass die erzielten Erfolge für eine Wissens- und Informationsgesellschaft nicht ausreichen, weiß man natürlich auch im BMWi und verweist die weiterführende, aktuelle Breitband-Initiative der Bundesregierung:

„So sollen bis spätestens Ende 2010 die Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen und flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein. Bis 2014 sollen bereits für 75 Prozent aller Haushalte und möglichst bald nach 2014 auch flächendeckend Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit/Sekunde zur Verfügung stehen.“

Nächste Seite: Die Entwicklungsschwerpunkte von eGovernment

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2040470 / Projekte & Initiativen)