Breitbandstudie des Bundeswirtschaftsministeriums

Deutschland beim Glasfaserausbau Schlusslicht unter acht EU-Staaten

| Redakteur: Manfred Klein

Handlungsfelder Digitalisierung und Innovation

Aus den Ergebnissen der Studie leiten die Verfasser einige Handlungsempfehlungen ab und schreiben der Bundesregierung unter anderem folgendes ins Pflichtenheft: „Die wichtigsten Themen für den Standort Deutschland die Digitalisierung der klassischen Wirtschaftszweige sowie Innovationen durch Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Digitalisierung in den volkswirtschaftlich bedeutsamen deutschen Traditionsbranchen schreitet immer weiter voran.“

Und weiter; „Die wichtigsten Themen hierbei sind die Digitalisierung der Produktion (Industrie 4.0) sowie die systematischen Digitalisierung und Vernetzung in den Sektoren Energie, Gesundheit, Bildung, Verkehr und Verwaltung. Deutschland sollte dabei Wert auf seine digitale und technologische Souveränität legen, um stets in der Lage zu sein, eigene moderne Systeme entwickeln zu können. Mit Blick auf eine breite Akzeptanz der digitalen Transformation bei Bürgern und Anwendern ist nach Expertenauffassung die Gewährleistung eines hohen IT-Sicherheitsniveaus elementar.“

Wertschöpfende Innovationen entstünden heute längst nicht mehr nur durch reine technologische Entwicklungen. Vielmehr gehe es um Prozessinnovationen und um die Kombination von neuen Technologien mit bekannten Komponenten. Hierbei böten sich besondere Chancen für den deutschen Mittelstand. Auch die Unterstützung junger Unternehmen und von Gründern ist zentral für die Innovationsfähigkeit der Digitalen Wirtschaft in Deutschland.

Dazu der Report: „Es kann keine eigenständige IT-Forschung ohne eine industrielle IT-Produktion im eigenen Lande geben. Hier kann und sollte die Öffentliche Hand eine Vorreiterrolle einnehmen. Deutschland sollte Wert auf seine digitale und technologische Souveränität im Bereich der IKT legen und muss stets in der Lage sein, eigene moderne Systeme zu entwickeln.“

Und auch an eGovernmenment gibt es Kritik: „Auch die eGovernment-Angebote der Öffentlichen Hand sollten weiter ausgebaut werden. Bisher ist die Nutzung solcher elektronischen Dienste zu gering ausgeprägt. Hier liegt Deutschland im internationalen Vergleich nur auf Rang zehn. Einerseits steigen die Ansprüche der Bürger an die Online-Angebote der Verwaltung, anderseits lässt sich eine rückläufige Zufriedenheit mit den vorhandenen Angeboten feststellen.“

Monitoring-Report Digitale Wirtschaft

Die Studie ist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragt und Bestandteil des Nationalen IT-Gipfels, der zentralen Plattform für den Austausch zwischen Politik und Digitaler Wirtschaft unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

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