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Kontrolle der Chipsignatur im elektronischen Reisepass Deutschland beginnt Wirkbetrieb

| Redakteur: Manfred Klein

Als erster Staat in Europa hat Deutschland damit begonnen, Echtdaten für die Kontrolle der Chipsignatur im elektronischen Reisepass (ePass) in das ICAO Public Key Directory (PKD) einzustellen.

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Dr. Hans Bernhard Beus
Dr. Hans Bernhard Beus
( Archiv: Vogel Business Media )

Damit sei, so das Bundesinnenministerium, ein entscheidender erster Schritt zum weltweiten sicheren Einsatz des ePass bei automatisierten Grenzkontrollen und bei der biometriegestützten Identitätssicherung getan.

Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation der Vereinten Nationen ICAO hat das Public Key Directory Anfang 2007 in Betrieb genommen. Das PKD ist ein weltweiter elektronischer Verzeichnisdienst für Zertifikate, die die Überprüfung der Echtheit und Unverfälschtheit des Chips in elektronischen Reisepässen bei Grenzkontrollen und anderen hoheitlichen Überprüfungen im Inland erleichtern. Die technischen Arbeiten zur Anbindung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik an das PKD wurden nunmehr abgeschlossen, sodass mit dem Laden der Echtdaten in das PKD begonnen werden konnte.

Der IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, erklärt dazu: „Das Bundesministerium des Innern hat sich aktiv und erfolgreich in die Gestaltung des Public Key Directory eingebracht. Folgerichtig beteiligt sich Deutschland nunmehr an diesem Verzeichnisdienst, um den angestrebten Sicherheitsgewinn durch den elektronischen Reisepass auch zu verwirklichen. Ziel muss es sein, die Grenzkontrollen an den deutschen Schengen-Außengrenzen so schnell wie möglich auf die steigende Zahl elektronischer Reisepässe aus aller Welt einzustellen und deutschen Staatsangehörigen mit elektronischem Reisepass die ungehinderte Teilnahme an automatisierten Grenzkontrollen weltweit zu ermöglichen. Dafür werben wir auch bei unseren Schengen-Partnern.“

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