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Digitale Souveränität für Kommunen Deutscher Städtetag und KGSt starten gemeinsame Initiative

| Autor: Manfred Klein

Der Deutsche Städtetag und die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) haben eine Initiative auf den Weg gebracht, um die digitale Souveränität in Öffentlichen Verwaltungen, insbesondere aber in den Kommunen, zu steigern beziehungsweise auch in Zukunft zu garantieren. Die Initiative will bereits am 7. Oktober mit der Arbeit beginnen.

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Open Source soll die digitale Souveränität verbessern
Open Source soll die digitale Souveränität verbessern
(© MQ-Illustrations – stock.adobe.com)

Zur Begründung heißt es von den beiden Initiatoren: „Souverän ist, wer selbstbestimmt handelt. Was bedeutet diese Souveränität in der digitalen Welt? Technologische Abhängigkeiten schränken die Handlungsfreiheit ein. Das wurde in den letzten Monaten besonders offensichtlich. Technische Systeme, die nicht zusammenpassen, verhindern einen schnellen Informationsfluss. Nur eine bestimmte Software nutzen zu können, begrenzt die Möglichkeiten.“ Um handlungsfähiger zu werden wolle man daher das Thema „Digitale Souveränität“ näher für die kommunale Ebene zu beleuchten.

Nicht nur analog, sondern auch digital souverän zu handeln, sei für Kommunen grundlegend. Aktuell gäbe es hier Abhängigkeiten, beispielsweise weil Software nicht flexibel anzupassen sei oder nur durch einen bestimmten Hersteller bereitgestellt werde. Die Öffentliche Verwaltung von einzelnen Herstellern und Systemen unabhängiger zu machen, ist erklärtes Ziel der Bundesregierung, auch im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft in der EU.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, sagte dazu: „Digitalisierung betrifft uns alle. Aber sie wird oft technisch diskutiert und häufig auch ausschließlich in Fachkreisen. Uns ist wichtig, den Begriff digitale Souveränität politisch zu übersetzen. Wir wollen Position beziehen zu technologischen Abhängigkeiten. Und wir wollen mit unserer gemeinsamen Initiative Antworten finden auf diese Fragen: Was verstehen wir in den Kommunen unter digitaler Souveränität? Welches politische Leitbild ergibt sich daraus für die Städte und ihr selbstbestimmtes Handeln?“

Neben einer politisch-strategischen Ausrichtung soll die Initiative in Handlungshilfen münden, die das kommunale Management dabei unterstützen, zu mehr digitaler Souveränität in der kommunalen Praxis zu gelangen. Hierzu Dr. Klaus Effing, Vorstand der KGSt: „Der zunehmende Einsatz von Open Source ist ein wichtiger Baustein für mehr digitale Souveränität der Kommunen. Wir werden gemeinsam mit unseren Mitgliedern konkrete Hinweise für die Forcierung von Open Source-Strategien und deren sukzessive Umsetzung erarbeiten und gute kommunale Beispiele vorstellen.“

„Auf diese Weise bringen wir beide Stränge zusammen: das politische Leitbild und die operative Umsetzung“ erklären Dedy und Dr. Effing. Denn zu mehr digitaler Souveränität komme man nur dann, wenn kommunale Kräfte gebündelt werden.

Wir starten mit der Initiative direkt. Es werden mit unterschiedlichen Fachexpertinnen und Fachexperten zu den beschriebenen Zielen und Fragen in den nächsten Monaten in zwei Projektsträngen Ergebnisse erarbeitet.

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