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Öffentlicher Sektor profitiert von Geo-Technologien Deutsche Behörden lieben Google Maps und Google Earth

| Redakteur: Gerald Viola

Die Hälfte der öffentlichen Institutionen in Deutschland setzt bereits auf Geo-Technologien wie Google Maps oder Google Earth zur Visualisierung lokaler Informationen, um Bürgern eine transparentere und effizientere Dienstleistung zu bieten. Dies ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Vanson Bourne.

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Deutsche Behörden setzen auf Geo-Technologien
Deutsche Behörden setzen auf Geo-Technologien

Vorwiegend nutzen Behörden die Geo-Technologien für die Standortanzeige (48 Prozent) und zur Darstellung weiterer geografischer Informationen wie beispielsweise der Verwaltungsbezirke oder Liegenschaften (38 Prozent). Dies zeigt eine Studie vom Marktforschungsinstitut Vanson Bourne im Auftrag von Google unter 130 öffentlichen Institutionen in Deutschland.

Insgesamt nahmen an der Umfrage 500 IT- und Marketing-Manager aus Finanz- und Logistik-Unternehmen sowie aus dem Einzelhandel und dem öffentlichen Sektor teil.

Die befragten Organisationen konstatieren zahlreiche Vorteile. Darunter:

  • erhöhte Kundenbindung (40 Prozent),
  • mehr Website-Besucher (40 Prozent) und
  • gestiegene Umsätze (31 Prozent).

Ferner registrieren die Befragten auch innerhalb ihrer Organisationen positive Veränderungen:

  • Jede vierte Institution ist produktiver und effizienter (26 Prozent),
  • jede fünfte verzeichnet eine effizientere interne Entscheidungsfindung (22 Prozent) und
  • 28 Prozent sagen, ihre Kosten seien gesunken.

45 Prozent der Organisationen, die Geo-Technologien bereits verwenden, planen daher, die Verwendung im nächsten Jahr zu erweitern. Mehr als die Hälfte will sogar regelmäßig neue Projekte realisieren (51 Prozent).

Die Anwendungsmöglichkeiten gehen dabei weit über die reine Standortanzeige hinaus: Beispielsweise nutzt die Londoner Bezirksverwaltung Islington Council hochauflösende Google-Earth-Luftbilder, um die Gemeinde in einer interaktiven Karte detailliert zu visualisieren und mittels eines sogenannten Layer die sozialen Probleme, Verbrechen und Beschwerdefälle direkt vor Ort anzuzeigen.

„Der größte Vorteil unseres Systems ist nicht nur, dass wir schneller über Problemfälle Kenntnis erlangen, sondern auch exakt wissen, wo diese auftreten. So können wir die Bevölkerung zeitnah über das Internet informieren, was die Kundenzufriedenheit signifikant verbessert hat.

Zum Vergleich: Früher brauchten wir teilweise bis zu sechs Wochen, um auf Beschwerden zu reagieren und heute liegt unsere Reaktionszeit bei maximal zwei Stunden.

Diese Zeitersparnis hat uns neben einer insgesamt verbesserten Leistung nicht zuletzt auch erhebliche finanzielle Einsparungen gebracht“, sagt Martin Holland, Head of Highways beim Islington Council.

Sanjay Patel, Head of Enterprise GEO bei Google EMEA zeigt weitere Vorteile auf.: „Geo-Technologien ermöglichen es Behörden, besser und effizienter mit den Bürgerinnen und Bürgern zu kommunizieren. Der wesentliche Vorteil besteht vor allem darin, verschiedene Datensätze miteinander kombinieren und visualisieren zu können, um Gegebenheiten wie Schlaglöcher, Baustellen oder gar Vandalismus und Verbrechen vor Ort darzustellen. Der öffentliche Sektor erhält damit wertvolle Informationen, wie und wo Probleme zu lösen sind und kann gegebenenfalls sogar Präventionsstrategien entwickeln.“

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