Die Zunahme des Datentransfers und die Folgen für Wirtschaft und Verwaltung

Der Zukunftsstandard für den Datentransfer

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Den Herausforderungen begegnen

Je heterogener die Landschaft der Datenübertragungsverfahren ist, desto schwieriger gestaltet sich – insbesondere bei einer wachsenden Anzahl von Kommunikationspartnern und steigenden Komplexität der Verfahren – die Kommunikation zwischen den verschiedenen Einrichtungen. Das wird weiter verstärkt, wenn beim Transport der Daten keine einheitlichen Regeln existieren. Ohne Zweifel würde dies letztlich auch die Effizienz mindern, welche durch die Digitalisierung der Meldeverfahren erzielt werden soll.

Zu bewältigen ist diese Zunahme an Kommunikationspartnern, an Datenmengen und an Komplexität der Verfahren unter Berücksichtigung der erforderlichen Qualität und Sicherheit daher nur durch eine Weiterentwicklung der Datenübermittlungsverfahren. Insbesondere beim Transport der Daten kann an dieser Stelle ein Vereinheitlichungspotenzial ausgemacht werden.

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Ansatzpunkt einer zukunftssicheren Übertragungsform ist ein Standard, welcher nicht nur offen und frei verfügbar ist, sondern auch mit Sprachmitteln für den universellen Datenaustausch im Rahmen von Prozessketten und Dialogen ausgestattet ist.

In einem Arbeitskreis der AWV wurde zusammen mit Softwarehäusern sowie Vertretern der Finanzverwaltung, der Rentenversicherung, der Gesetzlichen Krankenversicherung und des Statistischen Bundesamtes seit Ende 2004 der Standard eXTra entwickelt, der diesen Anforderungen gerecht wird. eXTra steht dabei für „einheitliches XML-basierendes Transportverfahren“.

Mit diesem Standard wurde eine Möglichkeit geschaffen, die Übertragungsverfahren zwischen Wirtschaft und Verwaltung im Bereich des Datentransports zu vereinheitlichen, also die bestehende Vielfalt zu reduzieren. Für Unternehmen wird es zukünftig wesentlich einfacher werden, Daten elektronisch an die Verwaltung zu melden und zugleich einen „Rückweg“ für Meldedaten zu ermöglichen. Zudem führen neue Projekte nicht mehr wie bisher zwangsläufig zur Entwicklung neuer Datenübermittlungsverfahren. Unternehmen werden somit nachhaltig entlastet beziehungsweise gar nicht erst belastet, da sie kein zusätzliches Übermittlungsverfahren unterstützen und beherrschen müssen.

Erstmals erprobt wurde der neue Standard bereits 2008 durch die Deutsche Rentenversicherung in einem Verfahren zum Datenaustausch mit dem Bundesamt für den Zivildienst und dem Bundesamt für Wehrverwaltung. Seine Alltagstauglichkeit wurde dadurch bereits bestätigt.

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