Die Zunahme des Datentransfers und die Folgen für Wirtschaft und Verwaltung

Der Zukunftsstandard für den Datentransfer

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ELENA ist nur die Spitze des Eisbergs

Zusätzlich zur Ausweitung um neue Meldeverfahren, ist ein weiterer Trend zu beobachten. Neuere Meldeverfahren wie die Sofortmeldung und ELENA oder künftige Meldeverfahren wie die ab dem 1. Januar 2011 verpflichtende Übermittlung von Daten zur Berechnung von Entgeltersatzleistungen gem. § 23c SGB IV beinhalten auch Rückmeldungen an den Arbeitgeber. Dies sind zum Beispiel angeforderte Sozialversicherungsnummern, die der Arbeitgeber in seine Stammdaten einarbeiten muss.

Damit wird deutlich, dass die Charakteristik der bisherigen Meldeverfahren als Einbahnstraßen durch Verfahren abgelöst wird, die einen unternehmensübergreifenden Workflow mit sich bringen. Dies ist mit der Anforderung verbunden, die einzelnen Prozessschritte im Sinne von unternehmensübergreifenden Prozessketten automatisiert oder auch in Form von Dialogen zu unterstützen. Dabei ist der Kontext der Verfahrensteilnehmer zu beachten.

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Wenn es sich um einen einzelnen Unternehmer handelt, ist oft eine Mischform von automatischen Prozessschritten zusammen mit Dialogen adäquat. Im Kontext von Service-Rechenzentren, die im Auftrag vieler Teilnehmer agieren, sollten die meisten Prozessschritte besser als Massendatenverfahren und nur manche als Dialoge ausgelegt sein. Unabhängig vom jeweiligen Kontext der Verfahrensteilnehmer wird die Komplexität der involvierten (Automatisierungs-) Prozesse beträchtlich erhöht. Die Zusammenarbeit der Unternehmen mit der Verwaltung entwickelt sich zu einem Verbund mit erheblicher gegenseitiger Abhängigkeit. Die Frage ist nun, ob die bisher angewandten Methoden und Verfahren im Bereich der Datenübermittlung in der Lage sind, diesen Entwicklungen gerecht zu werden.

Die Datenübermittlungen wurden in der Vergangenheit über ganz eigene Verfahren abgewickelt, da jede annehmende Stelle (etwa Finanzämter oder Krankenkassen) ganz individuelle Anforderungen an die Übermittlung und den Inhalt der Daten stellte. Dies führte zum Aufbau einer sehr heterogenen Verfahrenslandschaft, oftmals ohne elektronische Rückmeldungen, bei der die Unternehmen für den Datentransfer mit ganz unterschiedlichen Hindernissen (Internetzugang, Firewall, Rückmeldungen nur in Papierform ...) konfrontiert wurden.

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