Prozessketten mit der Wirtschaft

Der Weg zu mehr Effizienz

13.01.2008 | Autor / Redakteur: Dr. Harald Bauer, Malte Seidel / Gerald Viola

Quelle: Bearingpoint
Quelle: Bearingpoint

Das Programm eGovernment 2.0 der Bundesregierung setzt zur Steigerung der Verwaltungseffizienz unter anderem verstärkt auf die direkte Kooperation mit der Wirtschaft. Im Umsetzungsprogramm 2007 sind daher die Realisierung von durchgängigen Prozessketten zwischen Verwaltung und Wirtschaft als eines der drei Handlungsfelder definiert.

Einige Projekte sind mit großem Erfolg bereits in Betrieb oder auf dem Weg dahin. Die Potenziale, die in der direkten Verbindung der Verwaltungsverfahren mit der Wirtschaft liegen sowie organisatorische Voraussetzungen, zu lösende Aufgaben bei der Umsetzung, Ergebnisse und offene Punkte erläutert dieser Beitrag.

Die Ergebnisse von Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit von eGovernment-Projekten zeigen, die größten Erfolge sind in Projekten mit der Wirtschaft zu erzielen. Die Einsparungen sind für beide Seiten – Verwaltung und Unternehmen – dann besonders hoch, wenn es gelingt, die Prozessketten möglichst vollständig zu automatisieren. Das Management- und Technologieberatungsunternehmen BearingPoint hat diesen Effekt in verschiedenen Studien zur internen und externen Wirtschaftlichkeit am Beispiel von BundOnline nachgewiesen.

Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat beschlossen, bis Ende 2010 mindestens zehn Prozessketten gemeinsam mit der Wirtschaft zu optimieren. Im Rahmen des Regierungsprogramms eGovernment 2.0 sollen so Redundanzen in Prozessschritten, in der Datenmeldung und -haltung beseitigt werden. Für Online-Dienstleistungen mit hohen Fallzahlen lohnen sich die Investitionen in eine größere Transaktionstiefe für beide Seiten. Das BMI geht dabei nur solche Projekte an, für die von der Wirtschaft ein konkreter Beitrag geleistet wird. Die Orientierung am Bedarf sichert den Erfolg. Bis 2010 hat das BMI hierfür spezifische Ziele definiert. Unter anderem sollen

  • die Bearbeitung von Verwaltungsverfahren um 15 bis 30 Prozent beschleunigt,
  • in den Projekten bis 2009 die Bearbeitungszeiten oder Kosten für die Wirtschaft um 15 Prozent verringert und
  • im Jahr 2010 80 Prozent aller Verwaltungsvorgänge in den Prozessketten medienbruchfrei elektronisch abgewickelt werden.
  • Ab 2012 sollen Transaktionen zwischen Wirtschaft und Verwaltung nur noch elektronisch erfolgen.

Die Projektarbeiten für eine Erreichung dieser Ziele haben bereits begonnen. Hier zwei ausgewählte Beispiele.

 

Ausblick

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