Suchen

Comarch-Studie Der Stichtag für eInvoicing naht

| Autor: Heidemarie Schuster

Ab November 2020 müssen Rechnungen bei allen öffentlichen Aufträgen in Deutschland elektronisch ausgestellt und versandt werden. In einer Studie haben das Fraunhofer-Institut und Comarch Großunternehmen aus Deutschland zum Status ihres Rechnungsversands befragt. Mit durchwachsenem Ergebnis.

Firmen zum Thema

In einem Jahr wird E-Invoicing zur Pflicht.
In einem Jahr wird E-Invoicing zur Pflicht.
(Bild: Pixabay)

Das Fraunhofer-Institut und Comarch haben die Studie „Papierloses Büro und E-Invoicing in Deutschlands Top-700-Unternehmen: Status Quo, Pain Points und Erfolgsfaktoren“ durchgeführt. Darin wurde der derzeitige Stand in Sachen elektronischer Rechnungsaustausch ermittelt. Ein Drittel der befragten Unternehmen setzt derzeit noch keine Software für eInvoicing ein, ein Viertel möchte es allerdings nachholen und in den nächsten fünf Jahren zum ersten Mal eine eInvoicing-Lösung einführen. 50 Prozent dieser Organisationen und Unternehmen entstammen dabei den Branchensegmenten Dienstleistung und Versorgung sowie Öffentliche Dienstleister, also gerade jenen Branchen, welche von der kommenden B2G-eRechnungspflicht mit am stärksten betroffen sind.

Die Haupthindernisse von E-Invoicing.
Die Haupthindernisse von E-Invoicing.
(Bild: Comarch)

Die Haupthindernisse bei einer Einführung eines Systems liegen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Organisationen. Entweder die Unternehmen selbst verfügen derzeit nicht über die nötigen Ressourcen für den Auswahlprozess oder in ihrem Haus herrscht die Meinung vor, dass die Geschäftspartner noch nicht bereit sind und damit auch die Erwartungen durch eine Systemunterstützung nicht erfüllt werden können.

70 Teilnehmer der Studie äußerten sich zu den Haupthindernissen bei einer Einführung eines Systems.
70 Teilnehmer der Studie äußerten sich zu den Haupthindernissen bei einer Einführung eines Systems.
(Bild: Comarch)

Software

Von den Firmen, welche bereits auf elektronischem Wege Rechnungen austauschen, gaben 135 eine Auskunft zum bisherigen Software-Einsatz. Für rund 60 Prozent der eInvoicing-Pioniere wurden alle Erwartungen an die neue Lösung erfüllt. Doch es gibt auch Unzufriedene – die Anzahl der Unternehmen, die ihr erstes Produkt abgelöst haben, zeigt, dass es auch bei bestehenden Lösungen zu entsprechenden Erneuerungen kommt und dass das Thema aus Systemsicht heraus auch in den nächsten Jahren nicht zu vernachlässigen ist.

Die gesamte Studie kann hier heruntergeladen werden.

(ID:46224064)

Über den Autor