Thin Clients und Virtualized Desktop and Client Computing (VCC)

Der starke Diener im Hintergrund und seine dünnen Klienten

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Beim Thin-Client-Modell arbeitet ein starker Diener zu.
Beim Thin-Client-Modell arbeitet ein starker Diener zu. ( © michelangelus - Fotolia.com)

Der Weg vom klassischen Mainframe über das typische Client-Server-Modell hin zur Servervirtualisierung und zurück zu dünnen Klienten kann man mit Effizienzstreben erklären. Wir bietet einen Rundgang durch Begrifflichkeiten und einen Streifzug durch verschiedene IT-Konzepte.

Man kann feststellen, dass sich IT-Geschichte zwar nicht wiederholt, heutige Entwicklungen aber Vergangenen ähneln: Nachdem in den 50er-Jahren Mainframes und Terminals aufkamen, dann mit der Verbreitung des PCs die Rechenleistung zunehmend auf die Clients verlagert wurde, orientiert man sich nun vielerorts wieder am „alten“ Ansatz: Die Clients werden dünner, und gerechnet wird mehr an zentraler Stelle.

Effizienzstreben

Einer der Haupttreiber dieser Entwicklung ist das Streben nach Effizienz bei der Administration von IT-Infrastrukturen, der System-Auslastung, der Sicherheit und dem Energieverbrauch. Die IT-Branche bietet zwischen Zero- und Fat-Client viele Lösungen, bei der sowohl Software (Virtualisierung) als auch Hardware (System on Chip) neue, innovative Ansätze ermöglichen.

System-Management

Der BYOD-Trend sorgt für viele neue Clients in IT-Infrastrukturen.
Der BYOD-Trend sorgt für viele neue Clients in IT-Infrastrukturen. ( © Scanrail - Fotolia)

Verfahren zur Desktop-Virtualisierung setzen in diesem Marktsegment starke Impulse bei der Ressourcenoptimierung: Virtuelle Desktops, betrieben an einem zentralen Standort, ermöglichen ein effizientes System-Management.

Der Trend BYOD (Bring your own Device) schlägt ganz besonders in diese Kerbe und krempelt auf ganz neue Art und Weise die Gepflogenheiten um. Unter dem Schlagwort „Mobile Device Management“ (MDM) werden IT-Infratrukturen in Unternehmen unter Security-Aspekten so ausgelegt, dass Smartphones, Tablets und Notebooks möglichst gefahrlos in ein abgeschirmtes Unternehmensnetzwerk eingebunden werden können.

Server-Virtualisierung

Die von einer zentralen Stelle aus mit Daten und Anwendungen zu versorgenden mobilen Clients haben letztlich also auch den Siegeszug zur Server-Virtualisierung in Rechenzentren befeuert. Bei aller Virtualisierung und Ressourcen-Poolbildung – auf ein Stück Hardware, welches mit CPU und RAM echte Rechenleistung vollbringt, lässt sich auch in Zukunft nicht verzichten. Die Frage aber, wer wo was wie berechnet, wird sich immer wieder neu stellen.

Client-Virtualisierung

Laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr der Marktforscher von IDC ist bei dieser Frage insbesondere Virtualized Desktop und Client Computing (VCC) auf dem Vormarsch. Untersucht wurde dabei der Einfluß der Aspekte Mobility, BYOD und IT-­Sicherheit auf die aktuelle oder geplante Nutzung von Client-Virtualisierung. Unter „Client Virtualisierung“ versteht IDC per definitionem „alle Technologien, die zur Virtualisierung auf Seiten der Endanwender zum Einsatz kommen: Desktop-Virtualisierung, Applikationsvirtualisierung, Virtual User Session und User Virtualisierung“.

Ergänzendes zum Thema
 
Begrifflichkeiten

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur IDC-Studie.

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  • Seite 2: Die Studie
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