Halle 7, Stand C17

Der Souverän diskutiert mit

| Redakteur: Gerald Viola

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Durch das Internet können sich Bürger bei politischen Fragen stärker einbringen. Eine direkte Beteiligung ist mittels ePartizipation möglich. Mit der flächendeckenden Internet-Nutzung haben sich auch in der politischen Teilhabe neue Möglichkeiten ergeben.

Die etablierten Technologien des Web 2.0 erlauben komplexe und komfortable Kommunikationsformen über das Web. Auch die Öffentliche Hand hat erkannt, dass viele Bürger die Leistungen staatlicher Stellen bevorzugt online abrufen wollen und will die Kommunikation weiter voranbringen.

Viele Leistungen von Bund, Ländern und Kommunen lassen sich heute über das Internet abrufen. Nun geht es darum, den wesentlich komplexeren Dialog zwischen der Öffentlichen Hand und den Bürgern aufzubauen.

Wie wichtig den Bürgern ein direkter Draht zu den gewählten Vertretern ist, zeigt deutlich der Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Von Februar bis A­pril 2012 konnten sich die Bürgerinnen und Bürger online mit Meinungen und Anregungen zu Wort melden. Innerhalb von zwei Monaten haben über 1,7 Millionen Bürger dialog-
ueber-deutschland.de besucht. Dabei wurden rund 11.600 Vorschläge und etwa 74.000 Kommentare abgegeben. Die von Materna gemeinsam mit Partnern realisierte Plattform wurde so gestaltet, dass sie für die Bürger leicht zugänglich und verständlich ist – ein wichtiger Grund für die breite Akzeptanz dieses Projekts.

Wille ist da, Standards fehlen noch

Eine zentrale Hürde der ePartizipation wurde gemeistert: Der Wille zum Dialog hat sich auf allen Ebenen der Öffentlichen Verwaltung durchgesetzt.

Auf Seite der Technologien sind noch einige Hürden zu nehmen. Den bislang realisierten Projekten ist gemein, dass sie Inseln sind. ePartizipation befindet sich am Anfang der Entwicklung, Standards und Best Practices fehlen noch. Auch eine Vernetzung der verschiedenen Angebote findet in der jetzigen Entwicklungsphase noch nicht statt. Eine weitgehend standardisierte und im Idealfall zentral betriebene Plattform könnte die Kosten signifikant senken.

Eine der Schwierigkeiten bei der Umsetzung besteht darin, dass nicht nur die technische Implementierung komplexen Anforderungen bei Zugänglichkeit oder Skalierbarkeit folgen muss. Die Prozesse, die dem Diskurs zugrunde liegen, müssen ebenfalls gut überlegt realisiert werden, um eine möglichst breite Akzeptanz und Kommunikationsqualität zu erreichen. Denn Bürgerbeteiligung im Internet sollte ergebnisorientiert und transparent sein. Das Ziel ist ein konstruktiver Dialog aller interessierten Staatsbürger und der gewählten Vertreter, in dem Meinungen, Argumente und Ideen ausgetauscht werden und an dessen Ende eine konsens­fähige Meinung steht.

Kommunen als treibende Kraft

Aus Sicht von Materna werden es in den kommenden Monaten verstärkt die Kommunen sein, die Projekte zur ePartizipation in die Wege leiten. Das bedeutet jedoch auch, dass die technologischen Plattformen einfach aufzusetzen und nach oben und unten skalierbar sein müssen. Materna kann auf jahrelange Erfahrung bei Planung und Realisierung von Internet-Portalen zurückgreifen.

Das Unternehmen verfügt über das Know-how, umfassend skalierbare Technologieplattformen zu realisieren und darin die fachlichen Anforderungen abzubilden. Um den fachlichen Anforderungen der Bürgerbeteiligung bestmöglich gerecht zu werden, hat Materna mit „Demos Gesellschaft für ePartizipation“ einen Partner für die methodische Begleitung ins Boot geholt, der seit über zehn Jahren seine Kernkompetenz in diesem Bereich hat. Beide Unter­nehmen stellen gemeinsam auf der C­eBIT aus.

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Also dieses Demos-System ist großer Mist. Das lockt niemanden hinterm Ofen vor. Viel zu statisch,...  lesen
posted am 28.02.2013 um 16:57 von Unregistriert


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