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Durchgängige Modellierung

Der Schlüssel zu erfolgreichen Software-Entwicklungsprojekten

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Vorgehensmodell

Auch bei der modellgetriebenen Softwareentwicklung hält man an der klassischen Phasenfolge fest. Eine durchgängige, modellgetriebene Softwareentwicklung automatisiert jedoch einen Teil dieser Phasenfolge, nämlich den Schritt vom Design zur Realisierung. Dabei wird durch Transformationen aus dem Design-Modell ein wesentlicher Teil der Realisierungsergebnisse generiert. Der modellgetriebene Entwicklungsansatz sorgt damit automatisch dafür, dass die richtige Reihenfolge (Analyse ->Design -> Implementierung) eingehalten wird. Denn die Modelle werden als essenzielles Zwischenprodukt der Entwicklung verwendet und nicht nur zur Dokumentation.

Der Ansatz der IBM

Die IBM hat gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner, dem Nürnberger Softwarehaus MID, einen Ansatz zur systematischen und durchgängigen Modellierung komplexer Software-Lösungen entwickelt. Er hat sich bereits mehrfach bei softwareintensiven Projekten zur Verwaltungsmodernisierung bewährt. Die darin praktizierte Vorgehensweise unterstützt die methodische Kompetenz aufseiten der Projektpartner der Öffentlichen Verwaltung und führt zu einer deutlichen Verbesserung der Produktivität sowie zu einer Reduzierung der langfristigen Kosten für Software-Entwicklung und -Pflege.

Dies wird auch durch Jürgen Schwarz, IBM Practice Leader DMS Public Sector, bestätigt: „Vielfältige Projekterfahrungen bei Öffentlichen Auftraggebern zeigen – insbesondere bei größeren Entwicklungsprojekten – dass die durchgehende modellgetriebene Entwicklung eindeutig dazu beiträgt, den Brückenschlag von den Anforderungen bis zur fertigen Lösung zu verbessern und damit die Chance auf den Projekterfolg zu erhöhen. Die methodisch erzwungene Disziplin im Vorgehen birgt Vorteile, aber auch Anforderungen sowohl an die Kompetenzen auf Seite des Auftraggebers als auch auf Seiten des Auftragnehmers.“

Grundlage für eine solche durchgängige Modellierung ist die Modellierungsmethodik M3 der MID. Sie liefert eine Antwort auf den stetig wachsenden Zeit- und Erfolgsdruck bei der Realisierung komplexer Projekte. Ziel ist es, dem Öffentlichen Dienst eine klare Anleitung für die Gestaltung und Dokumentation von Projekten an die Hand zu geben. M3 beschreibt systematisch die einzelnen Prozessschritte, Modellierungsebenen und Rollen von der Projektidee bis zum Code und verbessert durch ihren umfassenden, konzeptionellen Ansatz gleichzeitig die Qualität der entstehenden Software.

Im Unterschied zu anderen Methoden setzt M3 bereits vor der eigentlichen Entwicklungsarbeit an, um so von Beginn an ein möglichst vollständiges Gesamtbild über alle beteiligten Abteilungen und Verwaltungsprozesse zu gewinnen und alle Anforderungen in das Projekt einzubeziehen. Die Modellierungsmethodik erlaubt es, die gleichen Zusammenhänge mit mehreren Modellen unterschiedlicher Abstraktionsniveaus zu beschreiben. Auf der obersten Abstraktionsebene wird das System aus rein fachlicher Sicht und unabhängig von der Realisierungsplattform dargestellt. Auf den darunter folgenden Stufen bewegt man sich in Richtung der technischen Realisierung.

Die fachlich orientierten Modelle auf den höheren Abstraktionsstufen erlauben es außerdem, Interessengruppen ohne IT-spezifisches Fachwissen am Entwicklungsprozess zu beteiligen. Dadurch wird unter anderem die Wiederverwendbarkeit und Langlebigkeit der Modelle gesichert, da erfahrungsgemäß die fachlichen Aspekte eines Systems dauerhafter sind als deren technische Umsetzung.

„In unserer MID ModellierungsMethodik steckt das Wissen aus einer Vielzahl von modellgetriebenen Ansätzen der Industrie und den Behörden, gepaart mit der Erfahrung der Berater, die diese Ansätze mit der Modellierungsumgebung Innovator in der Praxis eingesetzt haben. M3 gibt Projektbeteiligten einen Leitfaden an die Hand, ein Projekt schneller und zielgerichteter aufzusetzen und von der Erfahrung anderer Projekte zu profitieren“, fasst Jochen Seemann, Geschäftsführer der MID, zusammen.

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