Cloud Computing und Big Data im Gesundheitssektor

Der richtige Schritt in die eHealth-Zukunft

| Autor / Redakteur: Dr. Ferri Abolhassan / Susanne Ehneß

eHealth-Gesetz fördert Digitalisierung

Den großen Nutzen für Unternehmen, Behörden und Patienten aufgrund digitalisierter Lösungen hat auch der Gesetzgeber erkannt. Mit dem geplanten eHealth-Gesetz – dem Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen – wird dieses wichtige Thema künftig stärker in den Fokus gerückt.

Das Gesetz soll voraussichtlich Anfang 2016 in Kraft treten und den elektronischen Datenaustausch unterstützen, um die dringend notwendige Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben. Spätestens dann erhalten die Verantwortlichen im Healthcare-Bereich konkrete Anreize und Vorgaben, unter anderem für den Aufbau einer Telematikinfrastruktur für Arztpraxen, Krankenhäuser und gesetzliche Krankenkassen.

Dank dieser Infrastruktur soll der Versichertenstammdatendienst (VSDD) bundesweit einsatzbereit sein, sodass Stammdaten mittels elektronischer Gesundheitskarte überall in Deutschland online geprüft und aktualisiert werden können. Dies ist nur ein Beispiel für den Gewinn, den das eHealth-Gesetz bringt, wenn es in der geplanten Form verabschiedet wird. Neben den Leistungsträgern profitieren vor allem die Patienten, da sie eine bessere und individuellere Versorgung erhalten.

In Form des neuen Gesetzentwurfs lassen sich auch Fragen des Datenschutzes gezielter und umfassender klären. Dies ist ein wichtiger Meilenstein im deutschen Gesundheitswesen, um eine dringend notwendige Modernisierung voranzutreiben, wie sie in anderen Ländern Europas bereits an der Tagesordnung ist. Im nächsten Schritt gilt es nun, die Infrastrukturen im Sinne der Modernisierung schrittweise und zielführend zu implementieren. Deutschland ist hier mit Technologien „made in Germany“ bereits bestens aufgestellt. Die Basis steht demnach – jetzt muss noch an der Umsetzung gearbeitet werden.

Fazit

Cloud- und Big-Data-Lösungen verleihen dem Gesundheitswesen einen neuen und notwendigen Antrieb. Sie ermöglichen zukunftsorientierte, effiziente und neuartige Services mit Vorteilen für die Leistungserbringer, Behörden und Bürger bzw. Patienten gleichermaßen. Der Gesetzgeber hat mit dem eHealth-Gesetz einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan, um die technologischen Möglichkeiten in den Arbeitsprozessen des deutschen Gesundheitssektors zu verankern. Nun gilt es, die Technologien dafür effizient auszurollen – um sich nahtlos in die Liste der europäischen Vorbilder in Sachen Digitalisierung einzureihen.

Aufgabe der Dienstleister ist es hierbei, Anwender und Entscheider „abzuholen“ und in den sensiblen Themen kontinuierlich Aufklärungsarbeit zu leisten. Darüber hinaus sind hochsichere und hochverfügbare Cloud-Infrastrukturen essenziell. IT-Entscheider sind hierbei auf Partner angewiesen, die über den entsprechenden Erfahrungsschatz und modernste Technologien verfügen sowie eine hohe IT-Qualität sicherstellen. Kooperationen und Auszeichnungen wie das TÜV-Siegel sind für Leistungserbringer eine wichtige Hilfestellung bei der Wahl des Dienstleisters. Mit dem richtigen Partner können auch die letzten Hindernisse bei der Vernetzung des Gesundheitswesens aus dem Weg geräumt werden. Denn das Potenzial und die Notwendigkeit von digitalisierten Prozessen im Gesundheitswesen liegen auf der Hand: Mit der Cloud können wir die Welt ein kleines bisschen gesünder machen.

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