Cloud Computing und Big Data im Gesundheitssektor

Der richtige Schritt in die eHealth-Zukunft

| Autor / Redakteur: Dr. Ferri Abolhassan / Susanne Ehneß

Der Autor: Dr. Ferri Abolhassan, Geschäftsführer T-Systems International GmbH
Der Autor: Dr. Ferri Abolhassan, Geschäftsführer T-Systems International GmbH (Bild: T-Systems)

Hinsichtlich dieser Argumente sind auch die Zweifel der Leistungserbringer und Behörden weiterhin groß – verständlicherweise. Doch erfahrene Cloud-Dienstleister verfügen über die entsprechenden Technologien wie redundant ausgelegte TwinCore-Rechenzentren und treffen die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, damit die Cloud für Unternehmen und Behörden keine Hürde, sondern zum Wegbereiter ins digitale Healthcare-Zeitalter wird.

Kosteneffizienz in der Wolke

Richtig eingesetzt ebnen Cloud-Infrastrukturen außerdem den Weg zu mehr Kosteneffizienz und einem wirtschaftlichen Krankenhausbetrieb. Denn anstatt in eigene IT-Ressourcen zu investieren, können Unternehmen die hochgradig skalierbaren Technologien je nach Bedarf beziehen. Ein wichtiges Argument – schließlich werden die Datenmengen im Gesundheitssektor in den kommenden Jahren weiterhin drastisch ansteigen – Stichwort Big Data.

Neben den anwachsenden Patienteninformationen müssen beispielsweise hochauflösende Bilddateien gespeichert und bis zu 30 Jahre aufbewahrt werden. Akteure im Healthcare-Bereich stehen vor der Herausforderung, diese Daten vorzuhalten und gemäß den Anforderungen von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen nutzbar zu machen. In der Cloud sind dem Datenvolumen praktisch keine Grenzen gesetzt. Darauf basierende Big-Data-Technologien sorgen darüber hinaus für die effiziente Speicherung, Verarbeitung und Bereitstellung der Datenmassen und erlauben, anonymisierte Analysen durchzuführen, die wichtige Erkenntnisse liefern können.

Ein „sicherer“ Blick in die Zukunft

Mittels solch anonymer Analysen ist schon heute eine personalisierte Versorgung möglich: So können Patienten eine anonyme Genomanalyse durchführen lassen, die beispielsweise Lebensmittelunverträglichkeiten aufdeckt. Auf dieser Basis sind Ärzte zudem in der Lage, Krankheiten wie Krebs gezielter zu bekämpfen und die Medikation von Beginn an genau auf die genetische Disposition des Patienten abzustimmen. Der Patient erhält sofort die passende Behandlung.

Auch Pandemien wie Grippe können effektiver eingedämmt werden: Geht aus den Patientendaten hervor, dass die Anzahl der Grippefälle steigt, können Krankenhäuser die Beschaffung von Medikamenten sowie den Personaleinsatz bereits präventiv darauf abstimmen.

Im Vordergrund bei der weiteren Verarbeitung von Patientendaten müssen selbstverständlich zu jedem Zeitpunkt deren Anonymität und Schutz stehen. Die Datensammlung und -analyse dürfen ausschließlich dann erfolgen, wenn der Patient informiert wurde, was mit seinen Daten geschieht und sein Einverständnis gegeben hat. Transparenz ist hier das oberste Gebot.

Außerdem müssen die Daten verschlüsselt und anonymisiert gespeichert, der Datenzugriff passwortgeschützt und die Datensätze getrennt voneinander abgelegt sein, sodass ein etwaiger Missbrauch ausgeschlossen ist.

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