Fachkongress des IT-Planungsrats

Der Planungsrat im Zeichen von 4.0

| Autor / Redakteur: Manfred Klein / Susanne Ehneß

Staatssekretärin Katrin Lange, Vorsitzende des IT-Planungsrats, hat sich die stärkere Einbindung der Kommunen zur Aufgabe gemacht
Staatssekretärin Katrin Lange, Vorsitzende des IT-Planungsrats, hat sich die stärkere Einbindung der Kommunen zur Aufgabe gemacht (Bild: © Innenministerium Brandenburg)

Der 5. Fachkongress des IT-Planungsrats in der Hansestadt Bremen widmet sich den aktuellen Fragestellungen im eGovernment. Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Thema Arbeit 4.0 – nicht nur für Angestellte der Öffentlichen Hand.

Der IT-Planungsrat hat sich für seine anstehende Sitzung viel ­vorgenommen. Im Einladungsschreiben zum anstehenden Fachkongress heißt es: „2017 steht für die Öffentliche Verwaltung im Zeichen von ‚4.0‘. Arbeit und Verwaltung, Digitalisierung, Cybersicherheit und Global City sind die Schlagworte für viele Themen, mit denen sich die Entscheider und Verantwortlichen für IT in den Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen beschäftigen.“

Der 5. Fachkongress des IT-Planungsrats will helfen, diese Herausforderungen zu meistern. „Wie gelingt es, völlig neue Verwaltungsprozesse zu erfinden, von denen Bürgerinnen und Bürger auf der einen Seite und Verwaltungsorganisationen auf der anderen Seite profitieren?“, heißt es dazu in der Einladung. Entsprechend umfangreich ist folglich auch das Arbeitsprogramm, das die Teilnehmer in Bremen erwartet.

So soll etwa unter dem Schwerpunktthema Arbeit 4.0 diskutiert werden, wie mit den Ängsten von Mitarbeitern in der digitalisierten Welt umzugehen ist, die fürchten, ihren Job zu verlieren. Ebenso auf dem Programm stehen neue Perspektiven der Erwerbstätigkeit und die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung.

Auch die Risiken und Chancen der Digitalisierung stehen auf dem Programm. Hier sollen unter anderem folgende Fragen behandelt werden:

  • „Digitalisierung in Deutschland: Mehr Mut wäre gut“ oder „Braucht die Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung eine neue Verfassung?“
  • Der IT-Planungsrat: Game over oder Quantensprung?
  • Das Portal in die Zukunft: Portalverbund, Servicekonten und eID.

Und unter dem Stichpunkt Verwaltung 4.0 werden Fragen diskutiert wie:

  • Wer ist eigentlich der Schöpfer der IT-Gesamtarchitektur in Deutschland?
  • Automatisierte Verwaltungsabläufe aus einem Guss: Daten müssen laufen – nicht Bürgerinnen und Bürger.
  • Personal für Verwaltung 4.0 gewinnen, binden und entwickeln.

Im Themenbereich Global City 4.0 schließlich sollen neue Formen der ePartizipation, Smart ­Cities, Smart Communities und Smart Regions sowie Fragestellungen zur Informationsfreiheit und Open Government sowie zu Mobile Government untersucht werden. Best-Practices-Berichte über Online-Angebote der Öffentlichen Hand und eGovernment-Dienste runden den Themenbereich Global City ab.

Wenig hat die IT-Verantwortlichen in den vergangenen Wochen und Monaten vermutlich mehr umgetrieben als das Thema Cybersicherheit. Folgerichtig widmet sich der Fachkongress des IT-Planungsrats auch diesem Thema. Auf der Agenda stehen hier:

  • Angriff auf die Zukunft der ­eDemocracy – digital manipulierte Meinungsbildung im Zeitalter von Social Media.
  • Vernetzte Verwaltung: Brauchen wir neue Wege föderaler IT-Sicherheitskooperation?
  • Keine Chance den Hackern: ­Wege der Sensibilisierung der Öffentlichen Verwaltung.

Erwartet werden natürlich auch der CIO des Bundes, Staatssekretär Klaus Vitt, und die derzeitige Vorsitzende des IT-Planungsrates, die brandenburgische Staatssekretärin Katrin Lange und ihre Keynotes.

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