Apps im eGovernment

Der Nutzen für Bürger und Verwaltungen macht Apps erfolgreich

| Redakteur: Manfred Klein

(Foto: -iQoncept - Fotolia)

Irgendwann ist auch der Speicher des leistungsstärksten Smartphones voll. Und auch der gutwilligste Anwender verliert irgendwann den Überblick über seine zahllosen Apps. Eine erfolgreiche Bürger-App muss daher möglichst viele A­nwendungen bündeln, wenn sie hohe Nutzerzahlen erzielen soll.

Welche weiteren Anforderungen muss eine App in der Kommunalverwaltung erfüllen? Und können sich solche Apps nur große Kommunen leisten? Diese und weitere Fragen beantwortet Ralf Armbruster, CIO und Leiter der Abteilung eGovernment und IT-Strategie der Landeshauptstadt Stuttgart, im Inter­view mit eGovernment Computing.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach eine erfolgreiche App aus?

Armbruster: Es liegt nahe, den Erfolg einer App über die Zahl der Downloads und der Zugriffe zu definieren. Die Zahl der Downloads ist jedoch auch stark dadurch bestimmt, wie stark die App in den Medien beworben wird. Deshalb ist der Gewinn eines Wettbewerbs und das entsprechende Medienecho für die Erweiterung des Bekanntheitsgrades sehr hilfreich.

Ralf Armbruster, IT- und eGovernment-Leiter der Landeshauptstadt Stuttgart
Ralf Armbruster, IT- und eGovernment-Leiter der Landeshauptstadt Stuttgart (Foto: Landeshauptstadt Stuttgart)

Mit dem Download der App allein ist es jedoch nicht getan. Wichtig ist der langfristige Grad der Nutzung der App, der sich im Wesentlichen aus dem Nutzen für die Anwender ergibt. Deshalb ist es unser Anliegen, mit der Stuttgart App Bürgern und Besuchern der Stadt Informationen und Hilfestellungen zu unterschiedlichsten Themen an die Hand zu geben. Wir setzen bewusst nicht auf monothematischen Apps, die nur ein Anliegen bedienen. Ein typisches Beispiel dafür sind die Toi­letten-Apps. Die Vielfalt der Lebenssituationen würde in der Folge zu einer schier endlosen Zahl von Apps mit völlig unterschiedlicher Handhabung führen. Erfolgreich wird für uns die Stuttgart App dann sein, wenn sie für Menschen, die im Stuttgarter Stadtgebiet unterwegs sind, zur Anwendung erster Wahl wird.

Wie könnte das Zusammenspiel zwischen Öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft verbessert werden?

Armbruster: Eine Stadt-App bietet hierzu einen guten Anlass. Kleine und mittlere Handwerksbetriebe und lokale Geschäfte haben zunehmend Schwierigkeit, gegenüber großen Handelsketten, großen Einkaufspassagen in den Stadtzentren und im Rahmen der Internetökonomie noch wahrgenommen zu werden. Eine Kooperation mit den lokalen Anbietern bietet Kommunen die Chance, auf die Angebotsvielfalt vor Ort hinzuweisen und diese damit wiederum zu fördern. Apps sind hierzu bestens geeignet, weil sie bei Bedarf vor Ort direkt auf die nächstgelegenen Dienstleister, Einrichtungen und Angebote hinzuweisen können. Voraussetzung ist, dass diese mit ihren Daten und ihren Standortkoordinaten erfasst sind.

Inhalt des Artikels:

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