Strategiediskussion

Der IT-Planungsrat schärft sein Profil

| Autor / Redakteur: Andreas Statzkowski / Manfred Klein

Außerdem stehen keine dauerhaften Projektressourcen zur Verfügung, weshalb die Projekte des IT-Planungsrats lange Laufzeiten aufweisen. Schließlich existieren auch keine Standards in Bezug auf Prozesse, Verträge und Finanzierung für den Übergang von Projekten in den Betrieb und für Anwendungen, weshalb IT-Kooperationen mit großem Aufwand verbunden sind.

Bei all diesen Defiziten setzt die Maßnahme FITKO an. Zum einen sollen die bestehenden Kooperationen unter dem Dach des IT-Planungsrats zusammengefasst werden. Zum anderen soll mit FITKO eine auf föderale IT-Kooperation spezialisierte Unterstützungseinheit unterhalb des politisch-strategisch agierenden IT-Planungsrats installiert werden, die die Gesamtsicht für föderale IT-Projekte und IT-Infrastrukturen einnimmt.

In der zu gründenden gemeinsamen Organisation soll eine Bündelung der bestehenden personellen und finanziellen Ressourcen, Strukturen und der vorhandenen Expertise erfolgen. Dadurch sollen die Arbeitsstrukturen, Prozesse und Regelungen als Grundlage für die einheitliche Anwendung professioneller Standards zur Umsetzung und Steuerung föderaler IT-Kooperationen vereinheitlicht werden.

Ferner sollen Schnittstellen und Redundanzen reduziert und die Möglichkeit einer funktionalen Spezialisierung gegeben werden. Diese Maßnahmen bewirken eine integrierte Arbeitsweise und somit operative Flexibilität und die Verbesserung der Qualität der Ergebnisse.

Wir erörtern im IT-Planungsrat aktuell, wie FITKO konkret umgesetzt werden soll. Ich gehe davon aus, dass der Diskussionsprozess bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird und wir dann einen Beschluss dazu fassen können.

Ich möchte FITKO in diesem Jahr entscheidend voranbringen. Denn ich bin davon überzeugt, dass ein Verwaltungsunterbau des IT-Planungsrates auf lange Sicht zu einer Verbesserung der Vernetzung führen wird. Die Entwicklungen des Bundes, der Länder und der Kommunen im Bereich der Informationstechnologie müssten dann nicht immer wieder „neu erfunden“ werden, sondern können nachgenutzt werden. Davon könnten alle Mitglieder des IT-Planungsrats enorm profitieren.

In engem Zusammenhang mit dem zuerst ausgeführten Schwerpunkt „Ausbau von Online-Transaktionen“ steht mein dritter Schwerpunkt, das Normenscreening.

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Diese spannende Bilddokumentation dazu lässt schön erkennen, was des IT-Planungsrats liebste...  lesen
posted am 03.06.2015 um 07:27 von Unregistriert


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