IT-Sicherheit

Der elektronische Ausweis wird mobil

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Mit dieser Grundidee und dem Ziel, den für hoheitliche Identitätsdokumente international vereinbarten ISO/IEC-Standard 14443 mit dem Near Field Communication (NFC) Standard zu harmonisieren, engagiert sich die Berliner Bundesdruckerei seit geraumer Zeit in den zuständigen europäischen Normungs-Komitees und seit Beginn dieses Jahres auch im international agierenden NFC-Forum.

Technologisch scheint die neue Anwendung unproblematisch. Basierend auf kontaktlos arbeitenden Smart-Card-Infrastrukturen (ISO/IEC 14443) funktioniert die NFC-Technologie, ebenso wie der Datentransfer zwischen modernen eDokumenten und herkömmlichen Dokumenten-Lesegeräten, im Frequenzbereich von 13,56 MHz und bietet bei einer Reichweite von nur zehn Zentimetern eine Datenübertragungsrate von maximal 847 kBit pro Sekunde.

Gerade die geringe Reichweite, die von vielen Mobilfunkbetreibern bis dato eher als Handicap begriffen wurde, könnte jedoch für Anwendungen im Hochsicherheitsbereich von enormem Vorteil sein. Denn nur, wenn der elektronische Identitätsausweis als Sender direkt mit einem entsprechenden Datenempfänger, in diesem Fall mit einem ISO/IEC 14443-kompatiblen Mobiltelefon, zusammengebracht wird, und der gewünschte Auslesevorgang zudem über die Eingabe einer PIN aktiviert wird, sollen nachfolgende Verarbeitungsprozesse gestartet werden können.

„Wir glauben, dass die Nutzung eines NFC-fähigen Mobiltelefons als mobiles Lesegerät für elektronisch gespeicherte Daten, eine neue Brücke schlagen könnte zwischen eDokumenten und sicheren Internet-Transaktionen“ erläutert Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei, das Vorhaben.

„Wenn es uns gelingt, Mobiltelefone, die jeder selbstverständlich nutzt, und den elektronischen Personalausweis, den jeder permanent bei sich tragen wird, sinnvoll miteinander zu verknüpfen, wird das Schlagwort eID-Management eine ganz neue Bedeutung erhalten. Schon bei der diesjährigen CeBIT haben wir gezeigt, dass die kluge Kombination bestehender Standards enorme Potenziale birgt. Unsere Idee, mobile eIdentity-Anwendungen zu ermöglichen, ist keine Zukunftsmusik. Für diesen Ansatz zu werben und die notwendigen Schritte voran zu treiben, ist uns im Sinne von mehr Sicherheit ein großes Anliegen.“

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