Abbau bürokratischer Hindernisse für Unternehmen und Gründer

Der „Einheitliche Ansprechpartner 2.0“

| Autor / Redakteur: Staatssekretär Matthias Machnig / Manfred Klein

Alle wichtigen Stakeholder sind dabei

Die Länder wollen die gemeinsam verabschiedeten Ergebnisse zum Front- und Backend-Bereich nun auf Basis noch zu vereinbarender, landesspezifischer Roadmaps umsetzen. Diese dienen auch dazu, individuelle Herausforderungen bei der Umsetzung auf Länderebene frühzeitig mit einzubeziehen. In Zusammenarbeit mit einem Fachbeirat, bestehend unter anderem aus Vertretern von Wirtschaftsverbänden, kommunalen Spitzenverbänden und Kammern, werden vor allem die Nutzerfreundlichkeit und die Erweiterung des EA-Netzwerks bewertet. Im Fokus steht hier auch die Gewährleistung einer einheitlichen Qualität der zur Verfügung gestellten Informationen.

Bis Ende Juli 2017 sollen mit Partnern im EA-Netzwerk zwei Beispielprozesse zur technischen und organisatorischen Integration in den Informationsbereich pilotiert werden. Begleitet wird die Projekt­umsetzung durch ein Monitoring, das sich in zwei Phasen gliedert. Das Monitoring soll in einer ersten vorbereitenden Phase die Umsetzung des Projektes in den Ländern kontinuierlich begleiten sowie in der zweiten Phase Auskunft darüber geben, ob und wie die Zielgruppe das EA-Netzwerk annimmt und nutzt. Teil der Umsetzung des EA 2.0-Projektes ist es zudem, die Bekanntheit und Akzeptanz des EA-Netzwerks mit internen und externen Kommunikationsmaßnahmen zu erhöhen.

Der EA 2.0 als wichtiger Baustein des deutschen eGovernment

Das Projekt EA 2.0 macht über alle Verwaltungsebenen hinweg die für Gründer und bestehende Unternehmen wichtigsten Verwaltungsdienstleistungen einfacher online zugänglich. Damit leistet der Einheitliche Ansprechpartner 2.0 einen wesentlichen Beitrag sowohl zum Wirtschaftsstandort Deutschland als auch zur umfassenden Digitalisierung der deutschen Verwaltung. Insofern bestehen Synergien zu wichtige Digitalisierungsvorhaben wie dem Portalverbund von Bund und Ländern – ebenfalls ein Koordinierungsprojekt des IT-Planungsrates – und dem neuen Verwaltungsserviceportal des Bundes, in das der nationale Einstieg in das EA-Netzwerk integriert werden soll.

Mit dem Verbund der Verwaltungsportale des Bundes, der Länder und der Kommunen sollen Bürger und Unternehmen mit wenigen „Klicks“ die gewünschten Informationen zu ihrem Anliegen und den Einstieg in die Abwicklung der Verwaltungsleistung erhalten. Mit einem Verwaltungsportal der Bundesverwaltung soll zudem ein ­zentraler Zugang zu den Verwaltungsdienstleistungen des Bundes für Bürger und Unternehmen geschaffen werden.

Ein europäischer ­Portalverbund

Portale spielen auch auf europäischer Ebene eine zentrale Rolle. Um Bürgern und Unternehmen ­ihre Vorhaben im europäischen Binnenmarkt zu erleichtern, plant die EU-Kommission, ein europaweites „Single Digital Gateway“ zu schaffen.

Ziel ist es, Bürgern und Unternehmen einen zentralen Zugangspunkt für ihre Beteiligung im europäischen Binnenmarkt mit allen relevanten Informationen, Beratungsleistungen und Verwaltungsverfahren zu geben. Geplant ist kein neues Portal, sondern eine bessere Vernetzung der bestehenden europäischen und nationalen Portale. Im Zusammenspiel dieser einzelnen Vorhaben zur Digitalisierung der Verwaltung kann das EA-2.0-Netzwerk den Zugang von Gründern und bestehenden Unternehmen zum europäischen Binnenmarkt erleichtern, damit sie die damit verbundenen Freiheiten umfassend nutzen können.

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Warum denn einfach, wenn es auch umständlich geht? Eine einfache Lösung wäre ein Bundesportal als...  lesen
posted am 22.12.2016 um 17:09 von Unregistriert

Ja, interessant. Aber kein Ton davon, dass Deutschland die Umsetzung der...  lesen
posted am 13.12.2016 um 15:16 von woksoll


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