Freistaat Sachsen

Der demografische Wandel verändert eGovernment

02.05.2011 | Redakteur: Manfred Klein

Sachsen-CIO Dr. Wilfried Bernhardt setzt vor allem auf Kooperation. Das schließt die Kommunen, Länder und den Bund mit ein, zielt aber auch in Richtung EU
Sachsen-CIO Dr. Wilfried Bernhardt setzt vor allem auf Kooperation. Das schließt die Kommunen, Länder und den Bund mit ein, zielt aber auch in Richtung EU

Voraussichtlich werden im Jahr 2025 eine halbe Million Menschen weniger in Sachsen leben. Da sich der Freistaat mit sinkender Bevölkerung auch weniger Beamte leisten kann, müssen neue Wege gegangen werden, um die Bevölkerung auch auf dem Land mit Behördendiensten zu versorgen.

Wie das funktionieren soll, hat nun eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Landes-CIO Dr. Wilfried Bernhardt in einem Positionspapier beschrieben. eGovernment Computing sprach mit Bernhardt über die Hintergründe.

Herr Bernhardt, vor einem Jahr hat eGovernment Computing über den Freistaat berichtet. Damals sagten Sie „Die modernste Verwaltung Deutschlands ist das Ziel“. Was ist aus dem Anspruch geworden? Welche Ziele wurden bisher erreicht?

Bernhardt: Der Anspruch gilt natürlich fort. Vor allem nimmt die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien für die Modernisierung von Staat und Verwaltung weiterhin zu. Der Bürger und die Wirtschaft erwarten im Zeitalter mobiler Kommunikation und einfacher Online-Transaktion zu Recht, dass auch die öffentlichen Einrichtungen über moderne Kommunikationsmittel erreichbar sind. Gleichwohl gilt es auch künftig, sorgfältig und rechtssicher zu arbeiten.

Um in diesem Spannungsfeld zu bestehen, müssen vielfältige Rahmenbedingungen angepasst werden. Die Akzeptanz bei allen Akteuren ist dafür unabdingbar.

Für das vor diesem Hintergrund von uns gewählte Vorgehen einer umfänglich kooperativen Abstimmung zu den Maßnahmen der Staats- und Verwaltungsmodernisierung braucht man einen langen Atem. Aber natürlich motivieren uns auf diesem Weg auch die kurzfristig bereits erarbeiteten Erfolge. So blicke ich gerne auf die nach gemeinsamer Anstrengung mit der Landeshauptstadt Dresden nunmehr auch hier geschaltete Einheitliche Behördenrufnummer – D115.

Gleichfalls schreiten wir bei der Weiterentwicklung unseres Lebenslagenportals und Zuständigkeitsfinders Amt24 zu einem modernen Leistungsportal schnell voran. Hier konnten wir jüngst eine Kooperationsvereinbarung mit Baden-Württemberg abschließen, die es ermöglicht, unsere Kräfte weiter zu bündeln. Nicht zuletzt stimmen wir gegenwärtig die breite Einführung der elektronischen Vorgangsbearbeitung innerhalb der Staatsregierung ab. Ich bin mir sicher, dass wir in Kürze auch hier weitere Teilerfolge verkünden können.

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