SEPA-Migration noch nicht abgeschlossen

Der Countdown läuft

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Verlauf der Migration

Die neue Kontonummer besteht aus der alten Kontonummer plus Bankleitzahl plus Länderkennung plus Prüfziffer
Die neue Kontonummer besteht aus der alten Kontonummer plus Bankleitzahl plus Länderkennung plus Prüfziffer
(Bild: Star Finanz)

Die Öffentliche Verwaltung stellt derzeit Schritt für Schritt auf SEPA um. Der Ampelindikator der Deutschen Bundesbank gibt an, dass bei der Öffentlichen Hand die „Vorbereitungen laufen“ und eine rechtzeitige Umstellung zu erwarten sei.

Im Vergleich: Banken haben die Migration bereits hinter sich; KMU und Vereine haben hingegen „noch nicht mit Vorbereitungen begonnen“, eine rechtzeitige Umstellung sei hier „unwahrscheinlich“. Laut der jüngsten europaweiten Umfrage der Unternehmensberater von PwC sei die rechtzeitige Umstellung bei annähernd 40 Prozent der Handels- und Konsumgüterunternehmen zweifelhaft – PwC erwartet einen entsprechend „holprigen“ SEPA-Start.

Gut vorbereitet

Bei Bund, Ländern und Kommunen ist man da schon deutlich weiter. So ist die Bundesagentur für Arbeit nach eigenen Angaben bereits seit Dezember 2012 „grundsätzlich SEPA-fähig“, IBAN und BIC werden auf den Formularen angegeben. Das neue Überweisungsverfahren werde schon seit April für die rund zehn Millionen monatlichen Kindergeldzahlungen genutzt, mittlerweile soll komplett umgestellt sein. Aktuell wird auch das SEPA-Lastschriftverfahren eingeführt, im November soll dann endgültig umgestellt werden.

Noch mitten in der Migrationsphase ist man bei den Steuerverwaltungen der Länder, hier wurden extra SEPA-Beauftragte eingesetzt. IBAN und BIC werden auch hier auf den eigenen Formularen angegeben, die Ergänzung der Kundenstammdaten erfolgt hingegen nur teilweise. Ein interner Termin für die vollständige Umstellung auf das SEPA-Überweisungsverfahren vor dem Stichtag ist nicht vorgesehen, aktuell wird mit der Nutzung des Lastschriftverfahrens begonnen. Auch hier gibt es keinen Termin für eine vollständige Migration vor dem 1. Februar.

Ähnlich sieht es bei den Kommunen aus. Auch hier taxieren die internen Termine für die vollständige Umstellung auf einen Zeitraum zwischen dem vierten Quartal 2013 und dem endgültigen Stichtag. Auch das neue Lastschriftverfahren wird in den meisten Landkreisen bislang kaum genutzt.

Nach Angaben der Bundesbank liegen die Verzögerungen an „technischen Umstellungsschwierigkeiten“: In vielen Landkreisen sei die bisher genutzte Haushalts- und Kassensoftware noch nicht SEPA-fähig.

Welche Aufgaben müssen Behörden bei der Migration bewältigen?

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