SEPA-Migration noch nicht abgeschlossen

Der Countdown läuft

| Redakteur: Susanne Ehneß

Behörden und Unternehmen haben noch bis Februar Zeit, auf das neue Zahlverfahren umzustellen
Behörden und Unternehmen haben noch bis Februar Zeit, auf das neue Zahlverfahren umzustellen (Bild: Uniserv)

SEPA kommt: Ab Februar 2014 müssen Behörden und Unternehmen auf das neue, europaweite Zahlverfahren umgesattelt haben. Welche Aufgaben müssen öffentliche Verwaltungen bis zum Stichtag bewältigen? Und schaffen sie es überhaupt, rechtzeitig umzustellen?

Auf der Internetseite der Deutschen Bundesbank zum Thema SEPA werden die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zur Umstellung bereits gezählt; Stichtag ist der 1. Februar 2014. Ab diesem Tag gibt es statt der Kontonummer eine internationale, 22-stellige Kontenkennung namens IBAN (International Bank Account Numer), die von Unternehmen, Behörden und Privatpersonen für Überweisungen und Lastschriften genutzt werden muss.

Zusätzlich muss die internationale Bankleitzahl (BIC, Business Identifier Code) bei inländischen Überweisungen und Lastschriften voraussichtlich bis Februar 2014 und bei grenzüberschreitenden Zahlungen noch bis Februar 2016 angegeben werden. Mithilfe dieses international standardisierten Bank-Codes lassen sich Zahlungsdienstleister weltweit eindeutig identifizieren.

Warum SEPA?

Durch den europaweiten Zahlungsraum SEPA (Single Euro Payment Area) werden Zahlungen in und aus dem Ausland weniger aufwendig, Fehlbuchungen sollen dann nicht mehr vorkommen.

Auch für Verbraucher gibt es Vorteile: Die Bank kann beauftragt werden, Lastschriften auf einen bestimmten Betrag oder eine bestimmte Dauer zu begrenzen und sie innerhalb von acht Wochen zurückzufordern. Selbst ein Ausschluss ganzer Konten für Lastschriften ist möglich. Für die Abwicklung von Überweisungen und Lastschriften müssen öffentliche Verwaltungen bestimmte technische Anforderungen einhalten. Ab Februar ist das XML-Nachrichtenformat des ISO-20022-Standards für einzelne veranlasste oder erhaltene Überweisungen und Lastschriften in Euro zu verwenden, wenn diese gebündelt übermittelt werden.

Lastschriften

Die Einführung des XML-Standards durch die SEPA-Verordnung soll laut Bundesbank die heutige Vielzahl an nationalen Datenformaten im Zahlungsverkehr vereinheitlichen. Zudem sind bei neuen Vertragsabschlüssen SEPA-Lastschriftmandate zu verwenden. Die SEPA-Verordnung regelt, dass ein vor dem 1. Februar 2014 gültiges Lastschriftmandat eines Zahlungsempfängers zur Einziehung wiederkehrender Lastschriften im Rahmen eines Altzahlverfahrens nach diesem Datum gültig bleibt und als Zustimmung des Zahlers gegenüber seinem Zahlungsdienstleister gilt, die vom betreffenden Zahlungsempfänger eingezogenen wiederkehrenden Lastschriften gemäß der SEPA-Verordnung auszuführen.

Sprich: Alte Lastschriften dürfen einfach umgestellt werden, wenn eine Einwilligung per Unterschrift vorliegt. Haben die Kunden aber nur mündlich, per eMail oder Online-Formular einer Abbuchung zugestimmt, muss ein neues Lastschriftmandat erteilt werden (siehe auch Stellungnahme des DStGB auf der nächsten Seite).

Schafft die Öffentliche Verwaltung die Umstellung bis zum Stichtag?

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